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Sonntag, 23.07.2006

W24 News

Klima : Drückende Hitze über Deut...
 

Hitzewelle und kein Ende: Der Super-Sommer geht in Deutschland und weiten Teilen Europas noch mindestens bis Ende Juli mit tropischen Temperaturen weiter. In Deutschland sei frühestens Ende des Monats mit einer deutlicheren Abkühlung zu rechnen - und dies auch nur in einzelnen Gebieten, berichtete Wetteronline. Italien richtete sich auf ein Wochenende mit Temperaturen um die 40 Grad ein. In Frankreich fielen der Hitzewelle bereits 20 Menschen zum Opfer.

Die Temperaturen erreichten am Freitag in Deutschland erneut zwischen 27 und 36 Grad. Damit sanken die Thermometer zwar unter die Werte der Vortage; vor allem im Süden Deutschlands zog dafür schwülwarme Gewitterluft ein. Nur an den Küsten war es mit 23 bis 28 Grad etwas kühler. Für das Wochenende und die kommende Woche sagen die Meteorologen weiter heiße Temperaturen, Wärmegewitter und tropische Nächte mit Temperaturen über 20 Grad an.

Ebenso wie die Temperaturen gingen zwar auch die Ozonwerte leicht zurück, insgesamt blieb die Belastung aber hoch. Fast in ganz Nordrhein-Westfalen, aber auch in weiten Teilen Niedersachsens, Sachsens, Sachsen-Anhalts, Berlins und in einzelnen Gebieten Süddeutschlands kletterte die Ozonbelastung über den Schwellenwert für die Information der Öffentlichkeit von 180 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter. Am Samstag und Sonntag soll die Ozonbelastung in diesen Gebieten ähnlich hoch bleiben, während sie für das übrige Bundesgebiet unterhalb des Informationswerts sinken sollte.

In Frankreich fielen der Hitzewelle bislang 20 Menschen zum Opfer. Darunter seien ein 15 Monate altes Baby sowie erneut zwei Arbeiter, die bei Rekordtemperaturen im Freien gearbeitet hatten, teilten die Gesundheitsbehörden in Paris mit. Bis Mitte kommender Woche sei weiterhin mit Temperaturen zwischen 33 und 38 Grad im Osten und Südosten des Landes zu rechnen.

Das italienische Gesundheitsministerium teilte mit, bei seiner am 14. Juli eingerichteten Hitze-Hotline seien binnen einer Woche mehrere tausend Notrufe eingegangen. In der Region Umbrien riefen die Behörden die höchste Alarmstufe aus. Für Rom, Mailand, Bologna und Turin wurde für Freitag und Samstag die zweithöchste Stufe ausgerufen.

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/ Handel : Freie Anbieterwahl beim G...
 

Die ab Oktober geplante freie Anbieterwahl auf dem Gasmarkt nimmt Formen an. Die ersten 20 Unternehmen unterzeichneten einen Vertrag, der die Voraussetzungen dafür schafft, dass Verbraucher ab 1. Oktober ihren Versorger frei aussuchen können. Die so genannte Kooperationsvereinbarung Erdgas sei damit in Kraft gesetzt, teilten der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und der Bundesverband der deutschen Gas- und Wasserwirtschaft (BGW) mit. Kritik kam von den neuen Anbietern: Die Vereinbarung führe zu Diskriminierung und Verteuerung, erklärten sie.

VKU und BGW sprachen dagegen von einem "weiteren wichtigen Schritt zur vollständigen Öffnung des Gasmarkts". Insgesamt müssen sich nach Angaben eines VKU-Sprechers rund 700 Unternehmen der Vereinbarung anschließen. BGW-Präsident Michael Feist zeigte sich aber zuversichtlich, dass auch die anderen Betreiber bald unterschreiben.

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Finanzen : Wenn das Schnäppchen kein...
 

Die meisten Banken haben die Erhöhung der EZB-Leitzinsen bislang nur unzureichend an ihre Anlagekunden weitergegeben. Dies berichtete die "Berliner Zeitung" unter Berufung auf eine in ihrem Auftrag erstellte Studie der FMH-Finanzberatung. Demnach sind die Konditionen für Festgelder seit der ersten Leitzinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) im Herbst 2005 im Branchenschnitt lediglich um 0,5 Prozentpunkte angehoben worden.

Tagesgelder brächten Kunden sogar nur 0,22 Punkte mehr Zinsen ein als zuvor. berichtete die "Berliner Zeitung". Die EZB-Leitzinsen sind dagegen seit Herbst um insgesamt 0,75 Prozentpunkte gestiegen. Praktisch überhaupt keine Veränderung nach oben gab es laut der Studie bei den Zinsen für das Sparbuch, dem so genannten Spareckzins: Dieser sei im selben Zeitraum im Branchenschnitt gerade einmal um 0,02 Prozent gestiegen. Im Durchschnitt vergüteten die Banken ihren Kunden nur rund ein Prozent für ihre Spareinlagen.

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Mittwoch, 19.07.2006

Schlagzeilen

Naturschutz : Illegales Affenfleisch in...
 

San Francisco/New York: Fleisch von Schimpansen, Gorillas und anderen afrikanischen Wildtieren taucht immer häufiger auf illegalen Märkten in Europa und in den USA auf. Zu diesem Schluss kommt eine nun im Wissenschaftsmagazin National Geographic http://www.nationalgeographic.com veröffentlichte Studie. Solchen illegalen Märkte konnten Forscher um Justin Brashares von der University of California in Berkeley in Paris, Brüssel, London, New York, Montreal, Toronto und Los Angeles ausmachen.

Die Forscher haben in den Städten 27 Menschenaffen-Fleischproben entdeckt. Allerdings waren sie nicht leicht als Affenfleisch zu identifizieren, da die gesamten Skelettteile fehlten. "Das meiste illegale Fleisch kommt in Koffern oder Kisten, aber auch in Containern in diese Länder", so Brashares. Der Ökologe für Wildtiere ist erstmals vor einigen Jahren von einem in New York lebenden Ghanesen auf die Situation aufmerksam geworden. "In den USA sind die Flughäfen JFK in New York und Miami die Hauptumschlagplätze", erklärte der Experte. Um alle Container und Gepäckstücke zu überprüfen fehle die Zeit. "Die meisten Beamten auf den afrikanischen Flughäfen wissen Bescheid, aber es liegt nicht in ihrem Interesse, etwas dagegen zu tun", meint der Tierfotograf und Bush-Meat-Aktivist Karl Ammann http://karlammann.com . Er habe dies selbst auf Flügen der Swissair festgestellt, weil Passagiere mit Kühltaschen ins Flugzeug eingestiegen sind. "Die Fluggesellschaften wollen Passagiere nicht mit solchen Dingen konfrontieren und vor allem peinliche Situationen vermeiden", so Ammann.

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/ Politik & Recht : Unternehmen üben scharfe ...
 

Berlin - Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) Deutschlands http://www.ihk.de/ haben gemeinsam mit den Handwerkskammern im Juni 2006 eine Befragung des Rundfunk-Nutzungsverhaltens von Unternehmen durchgeführt. Hintergrund der Befragung ist die für 1. Januar 2007 geplante Ausweitung der Rundfunkgebührenpflicht auf sogenannte "neuartige Geräte" wie PCs, Notebooks und Handys. (W24 berichtete weiter unten) Mit der Neuregelung werden vor allem diejenigen Betriebe belastet, die bislang noch kein herkömmliches Rundfunkempfangsgerät besaßen - und somit auch noch keine Rundfunkgebühr bezahlt haben. Das Ergebnis der Studie zeigt, dass Betriebe meist keine Teilnehmer am Rundfunk sind. Demnach sprachen sich 95 Prozent der befragten Unternehmen gegen eine mehrfache Gebührenbezahlung aus. Insgesamt haben sich mehr als 18.500 Unternehmen an der Umfrage beteiligt.

"Die Unternehmen sehen die geplante Rundfunkgebührenpflicht als Abzocke, da PCs in den Unternehmen ein unverzichtbares Arbeitsmittel sind und nicht zum Rundfunkempfang genutzt werden. Großes Unverständnis zeigt sich für die gesetzliche Verpflichtung der elektronischen Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen, denn dadurch sei das Vorhalten eines internetfähigen Rechners und die damit verbundene Rundfunkgebührenpflicht unumgänglich", so Heiko Oberlies, ITK-Berater von der IHK Bonn/Rhein-Sieg, im Gespräch mit pressetext. Laut seinen Angaben betreffe die PC-Gebühr alle Unternehmen, die nicht bereits für herkömmliche Rundfunkempfangsgeräte zahlen würden. "Viele Unternehmen sind sogar mehrfach betroffen, da sie über mehrere Betriebsstätten mit internetfähigen Computern verfügen und demnach für jede einzelne Betriebsstätte extra bezahlen müssten", so Oberlies.

Deshalb fordern die IHKs eine Verschiebung der geplanten Regelung über 2007 hinaus. Dadurch erhoffe man sich Zeit für eine vertiefte Diskussion und angemessene Lösungsmöglichkeiten zur Gebührenerhebung zu gewinnen. "Wir sprechen uns dabei für einen Gebührenansatz aus, der sich nicht an den Geräten, sondern nutzungs- bzw. umfangsorientiert verhält", so Oberlies.

TV via Internet: ZDF und ARD im Gebührenstreit

ZDF fordert volle Gebührenbezahlung für internetfähige Computer

Berlin - 06.07.2006 - Die digitale Zukunft des ZDF steht ganz im Zeichen des Internets. Kein Wunder, denn ab Januar 2007 will der öffentlich-rechtlich Sender nicht nur für Radio und TV GEZ-Gebühren beziehen, sondern auch für Computer mit Internetzugang. Ein PC, der mit dem Internet verbunden ist, wird dann vor dem Gesetz einem Fernsehgerät gleichgestellt, egal, ob er als Fernseher genutzt wird oder nicht. Die neue Regelung soll ab 1. Januar 2007 in Kraft treten und verplichtet Privatleute und Gewerbebetriebe, nun auch durch Nutzung eines PCs mit Internetanschluss zur vollen Gebührenbezahlung.

Der öffentliche Sender ARD befürchtet bereits Proteste, die auf das Rundfunksystem zukommen könnten. Ihrerseits sollten in der Anfangsphase nur die vertraglichen Radio-Gebühren in Höhe von 5,53 Euro verrechnet werden, da der Sender bis dato gar keine Fernsehübertragungen über das Internet, mit Ausnahme einiger Angebote der Tagesschau, anbietet. Eine Regelung, die für das ZDF nicht in Frage kommt und an der vollen Fernsehgebühr von 17,03 Euro pro Monat festhält.

Gegenwärtig befindet sich der Gebührenstreit bereits vor juristischen Kommissionen. Andreas Vlasic, Medienexperte vom Medieninstitut Ludwigshafen, sieht die Gebührenerweiterung auf das Internet als problematisch, da die Mehrheit der Fernseh- und Radionutzung nicht über den Computer erfolgt, sondern über entsprechende Medien. Ein weiteres Problem stelle demnach auch das rigide Vorgehen der Sender bei der Einbeziehung der GEZ-Gebühren dar. Dabei könne es passieren, dass auf eine Person mehrere TV-Gebühren anfallen, weil sie privat und beruflich das Internet nutzt. "Zu bemerken ist auch, dass die öffentlichen Sender keinerlei Infrastrukturen für das Netz zur Verfügung stellen, aber trotzdem die volle Gebührenzahlung verlangen", so Vlasic.

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Klima : Japanische Wetterfrösche ...
 

Die japanische Regierung hat Pläne bekannt gegeben, dass man an einer langfristigen Wetterprognose arbeite, mit der es möglich sein soll, gefährliche Ereignisse wie Taifune, Blizzards und Dürreperioden bis zu 30 Jahre im Voraus zu erkennen. Die Rechenarbeit dazu übernimmt der Supercomputer Earth Simulator in Yokohama. Der Rechner war bis 2004, als IBMs Blue Gene die Hochleistungskrone errechnete, der schnellste Computer der Welt. Er soll nun auch die Vorhersage des Wetters auf den Japanischen Inseln übernehmen, berichtet die Washington Post.

Der 350 Millionen Dollar teure Rechner aus dem Jahr 2002 schafft pro Sekunde 35,6 Billionen Rechenvorgänge. Für die Wetterprognosen soll er mit Daten wie Luftdruck, Luft- und Wassertemperaturen sowie Meeresströmungen gefüttert werden. Durch die Auswertung "können wir sehen, für welche Regionen ein Risiko besteht und uns rechtzeitig Gedanken machen, welche Gegenmaßnahmen wir ergreifen", sagte Tomonori Otake, Sprecher des japanischen Wissenschaftsministeriums. Dank der frühzeitigen Warnungen könnten Regierungen dann noch vor dem Eintreffen der Katastrophen Hilfsmittel zur Verfügung stellen.

Die geplante Langfrist-Vorhersage ist Teil eines Projekts des Wissenschaftsministeriums, die Trends der Erderwärmung für die kommenden 300 Jahre aufzuzeichnen. Der Start ist für den Frühling geplant, derzeit sind die Verantwortlichen auf der Suche nach Partnern. Die Höhe des Budgets steht noch nicht fest, jedoch wird spekuliert, dass das Projekt jährlich 26 Mio. Dollar verschlingen könnte. Der Familienurlaub im Jahr 2026 sollte allerdings nicht mit den Vorhersagen von Earth Simulator geplant werden, denn "genauso wie beim täglichen Wetterbericht, können wir nicht zu einem einzigen Prozent dafür garantieren, dass die Prognosen auch tatsächlich eintreffen", meinte Otake.

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/ Geheimdienste : SWIFT-Affäre: Auch Inland...
 

Die SWIFT-Affäre rund um die geheime Weitergabe europäischer Bankdaten an die US-Geheimdienste zieht weiterhin weite Kreise. Neben datenschutzrechtlichen Bedenken und der undurchsichtigen Vorgangsweise zeigen sich immer mehr europäische Unternehmen besorgt, dass die Daten des in Belgien beheimateten internationalen Datennetzes von den USA zur Industriespionage missbraucht werden. Diesen Vorwurf hat die US-Botschaft in Berlin gegenüber dem Handelsblatt heute, Mittwoch, zurückgewiesen. Bekannt wurde indes, dass bei der Affäre auch Inlandsüberweisungen betroffen sind.

"Unsere Nachforschungen haben ergeben, dass nicht nur praktisch alle Auslands- sondern auch alle Eil-Überweisungen im Inland über SWIFT abgewickelt werden - und das bereits seit dem Jahr 2001", erklärt Christian Jeitler vom Verein Quintessenz http://www.quintessenz.org im pressetext-Interview. Der Verein, der sich für die Stärkung von Bürgerrechten im IT-Zeitalter einsetzt, fordert nun alle Kontoinhaber auf, ihren Bankinstituten auf den Zahn zu fühlen.

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MEDIEN & KUMMONIKATION : Gerüchte um Bild a la fra...
 

Die Gerüchte um die Einführung einer französischen Version der Boulvardzeitung Bild http://www.bild.de des Axel Springer Verlag http://www.springer.de verdichten sich. In den kommenden Wochen soll dem Berliner Verlagshaus ein Probeexemplar des französischen Ablegers präsentiert werden, berichtet das Manager Magazin. Mit dem Zeitungsprojekt soll Remy Dessarts betraut sein, der auch als Chefredakteur der Zeitung einplant ist. Unterstützung soll er von Didier Pourquery, der zuvor Chef der Gratiszeitung Metro http://www.metrofrance.com war, erhalten. Springer dementiert auf Anfrage von pressetext, dass bereits eine Entscheidung über die Einführung einer Boulevardzeitung in Frankreich gefallen sei.

"Die Gerüchte sind nicht neu. Aber es ist diesbezüglich noch keine Entscheidung gefallen", sagt Tobias Fröhlich, Leiter der Objektkommunikation bei Springer. Man sei durch den Erfolg der polnischen Zeitung Fakt http://www.efakt.pl , die Ende 2003 von Springer eingeführt wurde, aber durchaus motiviert in andere Märkte einzusteigen, so Fröhlich.

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+ Unternehmen : Chipbranche forciert F&E-...
 

Die weltweite Chipbranche hat im vergangenen Jahr 30 Mrd. Dollar für Forschung und Entwicklung (F&E) ausgegeben. Damit kletterte das Investitionsvolumen in diesem Bereich gegenüber dem Vorjahr um zehn Prozent, wie aus Berechnungen der US-Marktforscher von IC Insights http://www.icinsights.com hervorgeht. Die höchsten Steigerungsraten verzeichneten so genannte Fabless-Unternehmen wie Qualcomm http://www.qualcomm.com , also Chipspezialisten, die über keine eigenen Produktionsstätten verfügen und auf Auftragsfertiger angewiesen sind.

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/ Patent & Copyright : YouTube wegen urheberrech...
 

Das Video-Community-Portal YouTube http://www.youtube.com/ steht unter Anklage. Der US-amerikanische Journalist Robert Tur fühlt sich urheberrechtlich verletzt, da eines von ihm, aus einem Hubschrauber aufgezeichnetes Video während der Unruhen in Los Angeles, ohne seine Zustimmung auf YouTube bereitgestellt worden ist. Tur klagt auf 150.000 Dollar für die Urheberrechtsverletzung und will YouTube an der künftigen Verwendung seines Videomaterials hindern.

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+ Google : Google bezieht im ODF-For...
 

Weiter auf Erfolgskurs segelt das OpenDocument-Format ODF. Nachdem Microsoft http://www.microsoft.com erst in der vergangenen Woche überraschend die Duldung des offenen Formats bekanntgegeben hat, erhält die ODF-Allianz http://www.odfalliance.org mit Google http://www.google.com nun einen weiteren mächtigen Mitstreiter. "Google ist ein wichtiger Akteur auf dem Markt. Die nun erfolgte Partizipation sorgt für einen enormen Schub", meint Marino Marcich, Managing Director der ODF-Allianz.

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+ Sicherheit : Web-Anwendungen - Gefahre...
 

Acunetix, einer der führenden Anbieter von Web-Sicherheits-Software, hat heute die Veröffentlichung seiner aktualisierten Web-Security-Lösung Acunetix Web Vulnerability Scanner 4 bekannt gegeben. Mit der neuen Kontrolle von AJAX-Anwendungen stehen noch umfangreichere Möglichkeiten zum Erkennen von in Websites und Web-Anwendungen versteckten Schwachstellen zur Verfügung, die sich zum Beispiel per SQL-Injection oder Cross-Site-Scripting ausnutzen lassen. Eine Dauerlizenz von Acunetix WVS 4.0 zum Scannen einer Website ist bereits ab netto EUR 1275,- verfügbar. Weitere Informationen stehen bereit unter www.acunetix.de.

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UMWELT & ENERGIE : Umwandlung von Biomasse i...
 

Einen Prozess mit dem sich Biomasse vollständig in Kohlenstoff und Wasser verwandeln lässt, hat der Wissenschaftler Markus Antonietti des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam http://www.mpikg.mpg.de entwickelt. Das Verfahren, hydrothermale Karbonisierung genannt, könnte die Grundlage für eine nachhaltige und umweltneutrale Energiewirtschaft liefern. Veröffentlicht wurden die Forschungsergebnisse in der jüngsten Ausgabe des Wissenschaftsmagazins MaxPlanckForschung.

"Der Vorteil des Verfahrens ist, dass jegliche Biomasse verarbeitet werden kann", so Markus Antonietti, Direktor am Max-Planck-Institut für Kolloid- und Grenzflächenforschung, im Gespräch mit pressetext. Vergleicht man dieses Verfahren mit bisherigen Biomasseverfahren, so lässt sich feststellen, dass sowohl die Herstellung von Bioethanol als auch Biogas aus Biomasse viele Nachteile hat. Dagegen können bei der hydrothermalen Karbonisierung alle Feldabfälle genutzt werden. Damit können Mio. Tonnen von Kohlenstoffdioxid gebunden werden und so ein Beitrag zur Lösung des Klimaproblems geleistet werden, erläutert Antonietti. Bei der hydrothermalen Karbonisierung läuft die Umwandlung ohne Verlust an Kohlenstoff ab und der Karbonisierungsprozess verläuft exotherm. Demnach arbeitet das Verfahren mit hundertprozentiger Kohlenstoff-Effizienz und liefert selbst noch Energie. Damit ist es anderen Methoden zur Energiegewinnung durch Biomasse weit überlegen.

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Sonntag, 09.07.2006

Wuppertal ist die größte Stadt im Bergischen Land im Bundesland Nordrhein-Westfalen.

Wuppertal

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Rentner Blog

«Die Riester-Förderung ist immer gekoppelt an Heirat und Beschäftigung»

Berlin - Kinder, Küche, keine eigene Altersversorgung? Muss nicht mehr sein, meinen Rentenexperten. Seit es das freiwillige «Riester»-Sparen für den Ruhestand gibt, können sich auch Hausfrauen und Mütter mit wenig bis null Einkommen ein kleines, persönliches Polster fürs Alter aufbauen, unterstützt durch Fördermittel des Staats.

«Eine fast geschenkte Rente», meint Merten Larisch, Altersvorsorgespezialist der Verbraucherzentrale Bayern. Die einen Frauen müssten dafür derzeit ganze fünf Euro im Monat aufbringen, unzählige andere keinen einzigen Cent. «Die lukrativste Geldanlage überhaupt», ist Ines Wilck von der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA) überzeugt.

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Permalink 12:44:24, Kategorien: ARTIKEL & NEUES, INTERESANTES, 281 Wörter   German (DE)

Stieftochter hat Anspruch auf steuerfreie Rente

Ein Vater hatte eine Idee, wie er seinen Töchtern eine steuerfreie Monatszahlung sichert. Finanzbeamte konnten das komplizierte Konstrukt nicht knacken.

Ein Mann vererbte sein gesamtes Hab und Gut seiner Frau. Im Testament verpflichtete er sie, seinen Töchtern aus erster Ehe je 1 000 Mark (rund 510 Euro) im Monat zu zahlen. Damit dieses Modell funktionierte, hatte er vorgesorgt und die Töchter bereits Jahre zuvor überredet, per notarieller Erklärung auf ihr Erbe zu verzichten. Im Gegenzug hatten sie Bargeld erhalten. Wegen der Verzichtserklärung konnten sie nach seinem Tod nicht vor Gericht ziehen und ihren Anteil am Erbe einklagen, den so genannten "Pflichtteil" von in diesem Fall je 12,5 Prozent. Ohne Testament hätte der Frau des Verstorbenen laut gesetzlicher Erbfolge 50 Prozent des Erbes zugestanden und beiden Töchtern je 25 Prozent. Die Hälfte dieses "gesetzlichen Erbteils" ergibt dann den Pflichtteil.

Das Kalkül des Vaters ging auf, die Frau überwies den Stieftöchtern nach seinem Tod Monat für Monat 1 000 Mark. Lediglich das Finanzamt einer Tochter schoss quer: Sie müsse für das monatliche Zusatzeinkommen Steuern zahlen, forderten die Beamten. Nein, entschied jetzt der Bundesfinanzhof (X R 12/05). Die Tochter dürfe die monatlichen Schecks steuerfrei kassieren. Im Umkehrschluss könne ihre Stiefmutter die Überweisungen auch nicht als Sonderausgaben bei ihrer Steuererklärung absetzen. Derartige steuergünstige Konstruktionen für Erben, also in diesem Fall für die Stiefmutter, seien nur möglich, wenn der Empfänger der Zahlungen zum "Generationen-Nachfolgeverbund" gehöre, also zu den pflichtteilberechtigten Personen. Und das sei hier nicht der Fall, weil die Tochter auf ihren Pflichtteil verzichtet habe.

Quelle: http://www.handelsblatt.com/Recht-Steuern/Meldungen/pshb/fn/relhbi/sfn/buildhbi/cn/GoArt!204867,204872,1100897/SH/0/depot/0/stieftochter-hat-anspruch-auf-steuerfreie-rente.html

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Permalink 12:37:49, Kategorien: ARTIKEL & NEUES, INTERESANTES, 251 Wörter   German (DE)

Eltern wollen Kindern nicht zur Last fallen

Die Gewissheit, für das Alter gut vorgesorgt zu haben, ist für die Generation 50plus sehr wichtig. Um der Gefahr zu begegnen, von den eigenen Kindern unterstützt werden zu müssen, haben 70 % der über 50-jährigen Deutschen schon frühzeitig eine Renten- bzw. Lebensversicherung abgeschlossen.

TNS Infratest hatte in einer repräsentativen Umfrage untersucht, wie die Zielgruppe 50plus ihre finanzielle Zukunft einschätzt. Trotz der anhaltenden Diskussion über die (Un-) Sicherheit der gesetzlichen Rente, sehen 70 % der über 50-Jährigen ihrem Lebensabend gelassen entgegen. Sie fühlen sich durch den frühzeitigen Abschluss einer Lebens- oder privaten Rentenversicherung gut abgesichert. Vor allem Beamte (88 %) und Selbstständige (85 %) machen sich wenig Sorgen, einmal in die Situation zu gelangen, Angehörige um Unterstützung zu bitten. Bei den Angestellten liegt der Anteil derjenigen, die eine Lebens- oder Rentenversicherung in jungen Jahren abgeschlossen haben, bei 80 %.

Rund 30 % der Befragten bewerten ihre Situation anders. Sie sind sich unsicher, ob das Geld im Alter reichen wird. Finanzielle Ängste plagen vornehmlich Frauen und 50- bis 59-Jährige. Aber auch viele Arbeitnehmer mit einem derzeitigen Nettoeinkommen unter 1.500 EUR befürchten, im Rentenalter finanziell nicht auszukommen.

Die Befragten, die für die Altersvorsorge zusätzlich gespart haben, entschieden sich mehrheitlich für die lebenslange Rente. 87 % - darunter vor allem die über 60-Jährigen - entschieden sich gegen die Möglichkeit einer einmaligen Kapitalleistung, um über einen langen Zeitraum genügend Geld zur Verfügung zu haben. Bei einer Einmalauszahlung herrschte die Angst vor, das Geld könnte irgendwann aufgebraucht sein.

Quelle: lexonline.info

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Permalink 12:34:45, Kategorien: ARTIKEL & NEUES, INTERESANTES, 108 Wörter   German (DE)

Längere Lebensarbeitszeit verschärft soziale Unterschiede

Die Verlängerung der Lebensarbeitszeit wird die soziale Unterschiede im Alter verstärken. Das geht aus einer Analyse des Instituts Arbeit und Technik hervor. Nur wer sehr gut ausgebildet und wirklich gesund sei, könne länger arbeiten. Für alle anderen werde es nicht ausreichend Stellen geben. Sie müssten somit zwangsläufig Abschläge bei der Rente hinnehmen. Der Sozialverband VdK appellierte angesichts der Studie an die Bundesregierung, die Rente mit 67 vorerst auf Eis zu legen. Erst müsse sichergestellt sein, dass die Wirtschaft mehr ältere Arbeitnehmer beschäftige. Derzeit stelle die Hälfte der Betriebe in Deutschland überhaupt keine älteren Mitarbeiter ein.

Quelle: mdr.de

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Permalink 12:31:00, Kategorien: ARTIKEL & NEUES, 516 Wörter   German (DE)

Regierung hält trotz Kritik an Rente mit 67 fest

Trotz Kritik von Experten rückt die Bundesregierung nicht davon ab, das Rentenalter früher als geplant auf 67 Jahre anzuheben. Sie habe eine politische Entscheidung getroffen und stehe dazu, sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm. Der seit fast einem Jahr vorliegende Altenbericht, den das Kabinett am Mittwoch behandelte, beurteilt das Vorhaben angesichts hoher Arbeitslosigkeit sehr skeptisch. Dennoch sehen weder Familien- noch Sozialministerium Änderungsbedarf.

Auch der Verdacht, die Veröffentlichung des Berichts sei verzögert worden, um eine kritische Diskussion zu umgehen, wurde zurückgewiesen. Da sei "nichts irgendwie in die Länge gezogen oder gar geheim" gehalten worden, versicherte die Sprecherin des Familienministeriums, Iris Bethge. Es dauere immer eine Weile, bis eine Stellungnahme der Regierung formuliert und zwischen den Ressorts abgestimmt sei. Schon zuvor war die lange Zeitspanne mit dem Regierungswechsel begründet worden.

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W24 Community : »For immediate release«

Die Menge gegen das Empire

Blog aus der Kategorie: - W24 Redaktion @ 10:04 pm

Dieser Text ist das Schlusskapitel von Michael Hardts und Antonio Negris Buch Emire (2002) und einer der interessanten philosophischen Texte zur Frage globaler sozialer Rechte.

Recht auf Weltbürgerschaft, Recht auf sozialen Lohn, Recht auf Aneignung

Der große Hauffen müße eine sinnliche Religion haben. Nicht nur der große Hauffen, auch der Phil, bedarf ihrer. Monotheismus der Vern. u. des Herzens, Polytheismus der Einbildungskraft u. der Kunst, dis ists, was wir bedürfen. [W]ir müssen eine neue Mythologie haben, diese Mythologie aber muß im Dienste der Ideen stehen, sie muß eine Mythologie der Vernunft werden.
Das älteste Systemprogramm des deutschen Idealismus

Es mangelt uns nicht an Kommunikation, im Gegenteil, wir haben zu viel davon. Es fehlt uns an schöpferischer Kraft. Es fehlt uns an Widerstand gegenüber der Gegenwart.
Gilles Deleuze/Felix Guattari

Imperiale Macht kann den Konflikt der gesellschaftlichen Kräfte nicht mehr durch Vermittlungsschemata lösen, welche die Denkkategorien des Konflikts ausschließen. Die gesellschaftlichen Konflikte, die das Politische ausmachen, werden unmittelbar ausgetragen, ohne irgendwelche Vermittlungsinstanzen. Darin liegt das wirklich Neue der imperialen Situation. Das Empire schafft ein größeres Potenzial für Revolution als die modernen Machtregime, denn es bietet uns, neben der Maschine der Befehlsgewalt, eine Alternative: den Kreis aller Ausgebeuteten und Unterdrückten, eine Menge, die dem Empire direkt, ohne vermittelnde Instanz gegenüber steht. An diesem Punkt, so Augustinus, besteht unsere Aufgabe darin, nach besten Kräften ?die Erörterung über beide Staaten (?), die (?) ineinander verwirrt und vermengt sind, über ihre Entstehung, ihren Fortgang und ihr verdientes Ende (?) in Angriff [zu] nehmen? (Augustinus 1978, II, 4). Wir haben uns bislang ausgiebig mit dem Empire befasst; nun ist es an der Zeit, unseren Blick auf die Menge und ihre potenzielle politische Macht zu richten. (mehr?)


6/25/2006

Greenpeace vergibt Goldene Kettensäge 2006

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:58 pm

Das Geschenk kam nicht gut an. Sechs Greenpeacer wollten dem malaysischen Unternehmen Rimbunan Hijau (RH) am Mittwoch in Port Moresby, Papua-Neuguinea, die Goldene Kettensäge überreichen. Der Greenpeace-Preis geht an Holzkonzerne, die besonders erfolgreich die letzten Urwälder der Erde zerstören. Rimbunan Hijau verwüstet seit 30 Jahren die Wälder Südostasiens, unter anderem in Papua-Neuguinea.

Angestellte der RH-Niederlassung in der papua-neuguineischen Hauptstadt hielten Greenpeace-Aktivisten sowie Pressevertreter eine Dreiviertelstunde lang auf dem Gelände fest. Einen Kameramann griffen sie tätlich an und zerstörten seine Kamera, um an den Film zu kommen. Die Polizei griff schließlich ein und geleitete Greenpeacer und Konzernmanager zur nächsten Wache. Eine Anzeige erfolgte nicht. (mehr?)


Spotlight Costa Rica - Die Schweiz Mittelamerikas

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:54 pm

Costa Rica, das nach El Salvador kleinste zentralamerikanische Land, gilt als Fairplayer in Lateinamerika. Gerade im Bereich Ausdauer leistet es
Beachtliches: Auf eine über einhundertjährige stabile Demokratiegeschichte kann es zurückblicken. Sie wurde nur kurzzeitig unterbrochen und führte 1948 prompt zur Abschaffung des Militärs. Das hat Costa Rica bei seinen Fans den Beinamen Schweiz Mittelamerikas eingebracht. Eine ähnliche Landesgröße, hohe Berge sowie relativer Wohlstand legen diesen Vergleich zusätzlich nahe.

Mit weniger als einem Prozent hat Costa Rica den geringsten Anteil indigener Bevölkerung unter den mittelamerikanischen Staaten. Der Großteil der Bevölkerung besteht aus Nachkommen spanischer Einwanderer. An der Karibikküste lebt eine Minderheit von Schwarzen und Mulatten, die im 19.Jahrhundert mit dem Beginn des Eisenbahnbaus parallel zum Aufstieg des US-Bananenkonzerns United Fruit Company nach Costa Rica kamen. (mehr?)


Spotlight Paraguay

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:40 pm

Paraguay: Die Klima-Weltmeister

Paraguay ist neben Bolivien das einzige Land Südamerikas, das keine Küstenlinie hat. Um Zugang zum Meer zu erobern, führte es im 19. Jahrhundert einen erbitterten Krieg gegen Brasilien, Argentinien und Uruguay. Letztlich verlor Paraguay dadurch die Hälfte seines Territoriums und rund 90 Prozent der männlichen Bevölkerung. Als Mangelware entwickelten die männlichen Bewohner Paraguays einen ausgeprägten Machismo, der sich bis heute hält.

Die Bevölkerung besteht zu 90 Prozent aus Mestizen, also Mischlingen aus Spaniern und den einheimischen Guaraní-Indianern. Verantwortlich dafür ist der erste Präsident nach der Unabhängigkeit im Jahr 1811: Der schrullige Mann erließ ein Gesetz, das den weißen Siedlern eine Heirat mit einem/r Guaraní vorschrieb, um eine ?Einheitsrasse? zu bilden. Um dies konsequent durchzusetzen, war Ausländern während seiner Amtszeit von immerhin rund 25 Jahren das Betreten Paraguays bei Todesstrafe verboten. Später öffnete sich das Land jedoch Einwanderern von außen. Im 20. Jahrhundert siedelte sich auch eine große deutschsprachige Kolonie an. Der Diktator Alfredo Stroessner, der das Land über 30 Jahre beherrschte und seit 1989 im brasilianischen Exil lebt, ist deutschstämmig. (mehr?)


Spotlight Trinidad und Tobago

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:38 pm

Trinidad und Tobago: Der Überraschungsgast bei der WM

Ein Hauch von Karibik wird am nächsten Samstag (10. Juni) durchs Dortmunder WM-Stadion wehen, wenn die Elf aus Trinidad und Tobago ihren Einstand bei der Fußballweltmeisterschaft gibt. Für 90 Minuten werden die Soca Warriors die mehr als eine Million Bewohner des Doppelinselstaates hinter sich wissen.

Die Bevölkerung besteht aus den beiden großen afrikanisch- und indischstämmigen Bevölkerungsgruppen (je rund 46 Prozent). Daneben gibt es Minderheiten europäischer, chinesischer, levantinischer, indianischer und venezolanischer Herkunft sowie vielfältige Mischungen. Der ethnischen entspricht die kulturelle und religiöse Vielfalt (Christen, Hindus, Muslims).

Der deutschen Bundesregierung (Außenministerium) fällt zu dem Inselstaat vor der Küste von Venezuela lediglich die Bezeichnung stabile Demokratie ein.
Bei anderen ruft der Gedanke an den Karibikstaat eher Bauchgrimmen hervor:
So beklagt Amnesty International Fälle von Folter und Tod in Polizeigewahrsam. Außerdem wird in dem Land immer wieder die Todesstrafe vollstreckt - dennoch steigt die Zahl der Gewaltverbrechen gegenwärtig stetig an. (mehr?)


Raubau an der Umwelt kostet China jährlich 200 Milliarden Dollar

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:25 pm

Peking. - Durch Umweltverschmutzung und -zerstörung infolge des Wirtschaftsbooms gehen der Volksrepublik China jährlich rund 200 Milliarden US-Dollar verloren - zehn Prozent des Bruttosozialproduktes. Dies geht aus dem Weißbuch ?Environmental Protection in China (1996-2005)? hervor, das der chinesische Staatsrat jetzt in Peking veröffentlichte. Der Raubbau auf Kosten der Umwelt drohe sogar noch zuzunehmen, sagte Zhu Guangyao, der stellvertretende Direktor der staatlichen Umweltschutzbehörde (SEPA), die rund eine halbe Million Mitarbeiter hat. Das Weißbuch ist die zweite Veröffentlichung zur Lage der Umwelt seit 1996. (mehr?)


Spotlight Schweden - Schweden: Im Sommer Fußball die ganze Nacht

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:18 pm

Schweden ist das größte Land Skandinaviens. Das Bevölkerungsteam bilden etwa 90 Pozent Schweden und eine Minderheit von Finnen und Sámi, Angehörige der letzten Urbevölkerung Nordskandinaviens. Schwedens Ausländeranteil liegt bei fünf Prozent.

1905 hat das Königreich friedlich seine politische Vereinsgeschichte mit Norwegen aufgelöst und steht seitdem für gewaltfreie Konfliktlösungen und eine Neutralitätspolitik. Seit 1995 Mitglied in einer größeren Liga: der Europäischen Union, hält Schweden weiterhin an seiner Bündnisfreiheit fest und stürmt innerhalb der Union für Themen wie Gleichstellung, Umwelt- und Arbeitsmarktpolitik, fairer Handel und effektivere Kriminalitätsbekämpfung zum Tor. (mehr?)


Argentinien: Tango, Steaks und Fußball

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:13 pm

Die Weißblauen aus Argentinien dominieren gemeinsam mit dem Erzrivalen Brasilien die Fußballturniere Lateinamerikas. Seit dem Abgang des Ausnahmespielers Diego Maradona blieben die Kicker aus der Pampa bei WM-Turnieren jedoch den Nachweis ihres großen Könnens schuldig.

Land und Leute

Argentinien unterscheidet sich von anderen lateinamerikanischen Staaten dadurch, dass dort nicht die spanischstämmigen Einwanderer oder die Nachkommen der Ureinwohner dominieren. Den größten Anteil an den Immigranten stellen die Italiener, danach kommen Spanier und kleinere Anteile aus anderen europäischen Staaten. Die Einwanderer stellen heute fast die gesamte Bevölkerung des Landes. Dieser große Anteil an Europäern hat den Argentiniern den Ruf eingebracht, auf die anderen Latinos etwas hochnäsig herabzusehen.

Etwa ein Drittel der Gesamtbevölkerung lebt im Einzugsgebiet der Hauptstadt Buenos Aires, die entsprechend von der ?Guten Luft? nur noch den Namen hat.
Der 13 Millionen Einwohner zählende Moloch beherbergt allein elf der 20 Mannschaften der ersten Fußballliga. Weil es mit Cordoba und Rosario noch zwei weitere Millionenstädte gibt, ist der Rest des Landes, das immerhin achtmal so groß ist wie Deutschland, entsprechend dünn besiedelt. (mehr?)


Iran: Fußballspielen im Jahre 1385

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:11 pm

Ganz in Rot werden die Spieler der Jahrhundert-Elf aus dem Iran am Sonntag (19. Chordad 1385 nach dem iranischen Kalender oder 11. Juni 2006 nach dem
Gregorianischen) im Franken-Stadion in Nürnberg auflaufen. Dort dürften dann nur männliche Fans aus dem Heimatland die Nationalhymne Sorud-e Melli-ye mitsingen. Nach wie vor gilt das Verdikt von 1979, dem Jahr der islamischen Revolution im Iran, das Frauen den Zutritt zu Fußballstadien verweigert. Für sie sei es unziemlich, da dort geflucht werde und es zu schlechtem Verhalten kommen könne ?

Bis 1925 war das Land als Persien bekannt. Die dann folgende Teamumbildung zur Monarchie mit einem Schah als Spielführer wurde 1979 durch die islamische Revolution rückgängig gemacht. Der Schah sah die Rote Karte und verließ das Spielfeld. Mannschaftsleitung, Coach und Libero wurden ausgetauscht und rekrutieren sich seither aus einem konservativ-religiösen Pool. Es gilt das Herrschaftsprinzip des velayat-e faqih - die Herrschaft der islamischen Rechtsgelehrten. Parteien nach westlichem Verständnis gibt es nicht. (mehr?)


Angola - armes reiches Land

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:09 pm

Tausende Angolaner bereiteten ihrem Fußballteam einen triumphalen Empfang, als es im Oktober 2005 siegreich aus Ruanda zurückkehrte. Die Palancas Negras, die Schwarzen Antilopen hatten den haushohen Favoriten Nigeria ausgestochen und sich so erstmals ein Ticket für die Teilnahme an einer Fußball-WM gesichert. Fast schon ein Wunder, denn in dem vom Bürgerkrieg geschundenen Land gibt es überhaupt nur zehn Profifußballer!

Das südwestafrikanische Land zählt zu den ärmsten der Welt: 70 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze, die Säuglingssterblichkeit liegt bei knapp 20 Prozent. Seit Februar dieses Jahres wütet zudem eine verheerende Choleraepidemie, die nach Angaben von Ärzte ohne Grenzen bereits 1.300 Angolaner das Leben gekostet hat. 34.000 weitere sind an der Seuche erkrankt - Tendenz steigend. Die meisten Menschen erkranken und sterben in den so genannten Musseques, den Slums der Hauptstadt Luanda. Dort haben sie keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, keine staatliche Müllentsorgung. (mehr?)


Ein Jahr nach Gleneagles: Fortschritte beim Schuldenerlass, aber ungenügend Entwicklungshilfe

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:07 pm

Washington/Berlin. - Ein Jahr nach den unter dem Druck der Öffentlichkeit zustande gekommenen Beschlüssen des G8-Gipfels in Gleneagles zu Schuldenerlass und mehr Entwicklungshilfe für arme Länder hat die internationale Hilfsorganisation Oxfam eine erste Bilanz gezogen. In einem neuen Bericht erklärt Oxfam, der Schuldenerlass habe Wirkung gezeigt und die Lebenssituation vieler armer Menschen verbessert. Die Steigerung der Entwicklungshilfe bleibe hingegen weit hinter den Versprechungen zurück. In Deutschland, Frankreich und Großbritannien sei die Entwicklungshilfe sogar rückläufig, wenn man die Schuldenerlasse für den Irak und Nigeria herausrechne. (mehr?)


Umfrage: USA ?größte Bedrohung für den Weltfrieden?

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 3:00 pm

Washington. - In Europa und in muslimischen Ländern wird die US-Politik im Irak als größere Bedrohung für den Weltfrieden angesehen als das Nuklearprogramm des Iran. Wie aus einer neuen Umfrage des Pew Forschungszentrums in Washington unter 17.000 Personen in 15 Ländern einschliesslich der USA hervorgeht, ist das weltweite Ansehen der USA weiter gesunken. Nur in Indien und in Russland unterstützt demnach eine Mehrheit der Bevölkerung den von US-Präsident George W. Bush begonnenen ?Krieg gegen den Terrorismus?. Selbst in Großbritannien, dem wichtigsten US-Verbündeten, glauben 60% der Bevölkerung, die US-Invasion im Irak habe die Welt gefährlicher gemacht. (mehr?)


6/21/2006

Spotlight Australien - Gedrängel unterm Ozonloch

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 10:22 pm

Die Niederländer wollten Australien nicht. Sie kannten nur die Westküste, und dort war es ihnen zu trocken. 1770 landeten die Briten an der fruchtbareren Ostküste und gründeten dort ihre hauseigene Strafkolonie. So entstand Sydney. Im Stadion von Sydney haben sich 2005 die Socceroos, die australische Nationalelf, zum ersten Mal seit 1974 für eine WM qualifiziert.
Socceroo kommt von soccer/Fußball und Kangaroo. Nur nebenbei: Kängurus können, wenn sie es eilig haben, 50 Stundenkilometer erreichen.

Sydney war gewissermaßen die erste Großstadt Australiens. Bis 1868 wurden 160.000 Gefangene dorthin verschifft. Nicht alle waren Verbrecher: Das United Kingdom zeigte den Ärmsten der Armen die Rote Karte - der Diebstahl eines Stückchens Brot für die hungernde Familie reichte. ?Verbrecher? dieser Art gab es viele.

Nach und nach kamen auch freiwillige Siedler aus Großbritannien nach Australien und gründeten ihre eigenen Kolonien. Der eigentliche Run auf den Kontinent aber begann am (mehr?)


Spotlight Ghana - Willkommen, Black Stars!

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 10:18 pm

In einem Punkt ist Ghana auf jeden Fall Weltmeister: Es besitzt den größten künstlich geschaffenen See der Welt, den Volta-Stausee. Er hat eine Wasseroberfläche von fast 8.500 Quadratkilometern. Das ist fast das Zehnfache von Berlin, allerdings 520 Kilometer lang und dafür eher schmal.
Gestaut wird der See von der fünftgrößten Talsperre der Welt, dem Akosombo-Staudamm.

Goldküste - so wurde der Küstenstreifen des heutigen Ghana früher genannt.
Ein Goldener Stuhl gehört zu den wichtigsten mythologischen Symbolen des Volks der Ashanti in Zentralghana. Schwarzes Gold hießen die Sklaven bei den europäischen Sklavenhändlern, die bis Ende des 19. Jahrhunderts in Ghana ihr Unwesen trieben.

Gold ist das größte Exportgut des westafrikanischen Staates - und der Goldabbau eines der größten Umweltprobleme. Gold wert könnten aber auch die Black Stars sein. So wird die ghanaische Nationalelf im eigenen Land genannt. Fußball ist in Ghana Volkssport Nummer 1.

Wirtschaft

Ghana ist nach Südafrika der größte Goldproduzent Afrikas. Das Edelmetall sorgt für rund 40 Prozent der ghanaischen Exporte. Es wird ausschließlich im Tagebau gewonnen, meistens unter Anwendung des Zyanidverfahrens. Der giftige Abraum wird in der Regel auf Halden und in Auffangbecken gelagert. Lecks oder Dammbrüche stellen eine permanente Gefahr für Menschen und Umwelt dar.
Dem großen Landschaftsverbrauch fallen außerdem auch Wälder zum Opfer.

Doch in erster Linie ist Ghana ein Agrarland. 60 Prozent (mehr?)


Südkorea: Wachstum um jeden Preis

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 10:14 pm

Die Republik Korea (Südkorea) ist etwas kleiner als Bayern und Baden-Württemberg zusammen, hat aber doppelt so viele Einwohner. In diesem relativ kleinen Land gibt es allein neun Millionenstädte, die größte von ihnen ist die Hauptstadt Seoul mit 10 Millionen Einwohnern.

Korea wurde in seiner Geschichte über weite Strecken von seinen mächtigen Nachbarn Japan und China beherrscht. Ende des 19. Jahrhunderts zwang Japan Korea Handelsverträge auf und machte es ab 1907 zu einem Protektorat, um es 1910 formal zu annektieren.

Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg hofften die Koreaner auf einen eigenen unabhängigen Staat. Doch Sowjetunion und USA hatten längst die Teilung des Landes beschlossen. Im Süden rief der eigens aus den USA eingeflogene Syngman Rhee im August 1948 die Republik Korea aus, einen Monat später der von der Sowjetunion gestützte Kim Il-Sung im Norden die Volksrepublik Korea. Der Koreakrieg von 1950 bis 1953, dem über eine Million Zivilisten zum Opfer fielen, legte - als Teil des Kalten Krieges - die Teilung des Landes endgültig fest.

Wirtschaft

Im Korea-Krieg (1950 bis 1953) wurden große Teile der landwirtschaftlichen Anbauflächen und industriellen Anlagen zerstört. Die beiden Staaten waren (mehr?)


Das falsche Geschlecht

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 6:16 pm

Wegen sexueller Diskriminierung klagen sechs New Yorkerinnen gegen die Dresdner Bank. Sie fordern gleiches Geld und gleiche Chancen. Ein Präzedenzfall auch für Deutschlands Männerwirtschaft.

Das falsche Geschlecht


Lass das doch die Community machen

Blog aus der Kategorie: - Hank @ 6:15 pm

Mit Web 2.0 spielt das Kollektiv wieder eine größere Rolle im Internet. Gleich mehrere Branchen wittern das große Geschäft

Blogger, Bookmarker, Filmtauscher und Fotot-Communities: Es scheint, als würden plötzlich alle Besitzer eines Modems als Ultra-Kreative wiedergeboren. Die Zahlen sind tatsächlich beeindruckend. Alleine 250.000 Blogs in Deutschland, in Frankreich über 3,5 Millionen dieser Tagebücher. Die Blogger-Suchmaschine Technorati scannt aktuell über 42 Millionen Blogs weltweit, Tendenz weiter steigend. Wie viele davon regelmäßig gepflegt werden, ist unklar. Fest steht: Blogger sind jung, die Hälfte aller Schreiber ist zwischen 13 und 27 Jahren alt. Bekannt geworden durch Krisenjournalismus wird Bloggen heute zum alltäglichen Kommunikationsmittel, wobei die Selbstreferentalität riesig ist. Blogger verweisen gerne auf andere Blogger. (mehr?)

News & Schlagzeilen

US-Ausschuss ruft Deutschland zum Kampf gegen Zwangsprostitution auf
Geschrieben von W24 Redaktion am 28.06.2006 14:32

Ein Ausschuss des US-Repräsentantenhauses hat Deutschland aufgefordert, mehr gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution zu unternehmen. Der Abgeordnete Christopher Smith, der die Vorlage im Auswärtigen Ausschuss unterstützte, beklagte Widersprüche in der Politik der Bundesregierung. Einerseits habe sie erklärt, die sexuelle Ausbeutung von Frauen bekämpfen zu wollen, andererseits steige in Folge der Legalisierung der Prostitution die Nachfrage nach entsprechenden Dienstleistungen.
Das führe «zwangsläufig zur Ausbeutung von Frauen, vor allem aus Osteuropa und Russland», erklärte Smith. Schon im Mai hatte der Kongressabgeordnete der Bundesregierung vorgeworfen, nichts gegen Prostitution und Menschenhandel während der Fußball-Weltmeisterschaft zu unternehmen. Das US-Außenministerium bezeichnete Deutschland in seinem Jahresbericht zum Menschenhandel als «Quelle, Transitweg und Ziel» für Prostituierte und andere Opfer von Ausbeutung.

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Hamas: Mit Terror und Wohltätigkeit
Geschrieben von Hannes am 28.06.2006 14:30

Die radikal-islamische Hamas ist in Europa und den USA als Terrorgruppe geächtet. Für viele Palästinenser ist sie aber auch eine Wohltätigkeitsorganisation, die hilft, wo die Autonomiebehörde versagt hatte. Seit einem halben Jahr ist die Hamas, deren Anhänger für ihre martialischen Auftritte bei Großkundgebungen bekannt sind, Regierungs"partei" in den palästinensischen Gebieten.

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Zweifel an großer Gesundheitsreform wächst
Geschrieben von W24 Redaktion am 28.06.2006 14:19

Wegen anhaltender Differenzen in zentralen Fragen der Gesundheitsreform wachsen in der Koalition Zweifel an der Erreichbarkeit der selbstgesteckten Ziele. Die Koalitionsspitzen würden am Sonntag nur «sehr grobe Eckpunkte» beschließen, sagte SPD-Parlamentsgeschäftsführer Olaf Scholz am Mittwoch in Berlin.

Er hoffe, die Beschlüsse hätten über die Sommerpause hinaus Bestand. CSU-Generalsekretär Markus Söder sagte der «Berliner Zeitung»: «Das Ergebnis ist wichtiger als der Tag der Verkündung.» Solange nicht alles ausdiskutiert sei, könne es keine Einigung geben.

Streit gab es über die von der CSU erneut geforderten Leistungsausgrenzungen bei den gesetzlichen Krankenkassen. Der Vorsitzende der Bayerischen SPD-Landesgruppe im Bundestag, Florian Pronold, wandte sich dagegen, Risikosportarten künftig privat abzusichern. «Die meisten Sportverletzungen passieren beim Fußball, nicht bei Risikosportarten wie Fallschirmspringen», sagte Pronold. Söder hatte ähnlich wie CSU-Landesgruppenchef Peter Ramsauer für Einsparungen durch Ausgliederung von Unfällen bei Extremsportarten oder Schäden nach Tätowierungen und Piercings geworben.

Noch völlig unklar ist die Lösung der zentralen Finanz-Fragen. Dazu gehört, wie das 2007 erwartete Finanzloch der Kassen von rund sieben Milliarden Euro gestopft werden soll. Offen ist auch, durch welche Steuererhöhungen der anvisierte Steuerzuschuss von mindestens 16 Milliarden Euro ab 2008 aufgebracht werden soll. Dazu will das Finanzministerium bis Sonntag Modellrechnungen vorlegen.

Die Finanzlage der gesetzlichen Kassen ist nach einem Bericht der «Financial Times Deutschland» schlechter als erwartet. Der Überschuss für 2005 liege wegen gestiegener Klinikkosten mit 1,67 Milliarden Euro um 110 Millionen niedriger als geschätzt.

Die Experten- und Verbandskritik an den Steuerplänen hielt an. Der Präsident des Bundes der Steuerzahler, Karl Heinz Däke, meldete in der «Thüringer Allgemeinen» (Mittwoch) Zweifel daran an, dass die Beiträge für die Versicherten im Gegenzug wirklich sinken. Der Wirtschaftsweise Peter Bofinger wandte sich gegen weitere Entlastungen der Unternehmen durch mehr Steuerfinanzierung. «Bisher zahlten Unternehmen mit ihren Beiträgen einen Teil der Kosten, die zum Beispiel für die Mitversicherung von Kindern anfallen», sagte der Ökonom der «Netzeitung». Norbert Klusen, Vorstandschef der Techniker Krankenkasse (TKK) äußerte in der «Zeit» (Donnerstag) seine Befürchtung, dass Steuerzuschüsse den Kassen wieder weggenommen werden könnten.

Bei den Planungen einer neues Ärzte-Honorarierung wurden nach Angaben der «Ruhr Nachrichten» Detaileinigungen getroffen. Hausärzte sollten feste Pauschalen pro Patient erhalten. Ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte dagegen, noch sei nichts beschlossen. Nach Angaben des Blattes soll die Regelung zwei bis drei Milliarden Euro pro Jahr mehr kosten. Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) hatte stets betont, auch künftig sei eine Begrenzung der Behandlungs- und Untersuchungsmengen nötig.

Auch die Pläne für die drastische Reduzierung der Zahl der heute 254 gesetzlichen Krankenkassen sind umstritten. Zustimmung kam aus der SPD und vom Bund der Steuerzahler, Ablehnung aus der FDP. Nach einem Bericht des «Handelsblatts» träfe eine Mindestgröße von einer Million Mitglieder vor allem kleine gut wirtschaftende Kassen. Die Großkassen lägen bei den Verwaltungskosten höher.

Der Arzneimittelforscher Gerd Glaeske beklagte in der «Frankfurter Rundschau», die Union scheue den Konflikt mit der Pharma-Lobby. Der Direktor des Verbands der privaten Krankenversicherung kündigte in der «Zeit» erneut Klagen gegen einen Solidarbeitrag in den geplanten Gesundheitsfonds an.

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«Die NATO ist kein Weltpolizist»
Geschrieben von 5th W - Element am 28.06.2006 14:17

Knapp vier Jahre nach dem Prager NATO-Gipfel steht die schnelle NATO-Eingreiftruppe NRF. Am Mittwoch beendete die Allianz ihr 14-tägiges Großmanöver «Steadfast Jaguar» auf den Kapverdischen Inseln und schloss damit die Aufstellung der in Prag beschlossenen NATO Response Force (NRF) ab. «Die NATO ist aber kein Weltpolizist», versichert NATO-Generalsekretär Jaap de Hoop Scheffer und verspricht eine umfassende Bilanz der Transformation für den kommenden NATO-Gipfel Ende November in der lettischen Hauptstadt Riga.

In Prag waren die 26 NATO-Staaten wesentliche Verpflichtungen zur Transformation des westlichen Verteidigungsbündnisses eingegangen - von Präzisionsmunition über strategischen Lufttransport bis zu einer 25 000 Soldaten starken und weltweit einsatzfähigen NRF als Krisenreaktionsinstrument. Doch fehlen derzeit noch etwa 20 Prozent der geplanten NRF-Fähigkeiten oder sind nicht direkt verfügbar.
Bis Oktober, wenn die «volle Einsatzbereitschaft» der NRF offiziell festgestellt werden soll, müssen die Mängel behoben sein. Diese reichen von falschen Zuordnungen von Dienstposten über mangelnde Verfügbarkeit von Transportleistungen oder Geräten bis hin zur Doppelunterstellung von Einheiten in NATO-Missionen wie zur NRF und zum ISAF-Einsatz in Afghanistan.

«Vieles davon lässt sich leicht lösen», sind die NATO-Planer überzeugt. Schließlich habe das Manöver «Steadfast Jaguar», bei dem rund 7000 Soldaten im Einsatz waren, nicht nur die Leistungsfähigkeit der NRF-Verbände gezeigt, sondern auch eine mehrseitige Aufgabenliste gebracht. Bis Riga, so der dringende Wunsch des NATO-Generalsekretärs, soll sie abgearbeitet sein.

Während in Brüssel bereits der Einsatz von NRF-Truppen durchgespielt wird, bleiben in Berlin politische Bedenken. Denn mit der Unterstellung von bis zu 6500 Bundeswehrsoldaten unter NATO-Kommando könnte der vom Bundesverfassungsgericht festgestellte Parlamentsvorbehalt «zumindest ausgehöhlt» werden, sagen Bundestagsabgeordnete unter Verweis auf die kurze Krisenreaktionszeit von maximal fünf Tagen. Denn sollte ein Beschluss im NATO-Rat fallen, könnte man sich als Parlament «kaum dem damit entstandenen politischen Druck entziehen».

Für Brüssel sind die parlamentarischen Bedenken in Deutschland kaum nachvollziehbar. Im NATO-Hauptquartier wird darauf verwiesen, dass die politische Autorisierung zum Einsatz der NRF «erstens eine Fall-zu Fall-Entscheidung» des NATO-Rates sei, in dem Deutschland eine gewichtige Stimme habe, und der Einsatz «zweitens wie alle prinzipiellen Entscheidungen einstimmig beschlossen werden muss». Deutschland hätte bei allen Missionen ein «faktisches Veto-Recht».

Das Verteidigungsministerium ist sich des Dilemmas durchaus bewusst. Allerdings nutzt Verteidigungs-Staatssekretär Christian Schmidt (CSU) lieber den Begriff eines «Nachholbedarfs bei der politischen Legitimation». Schließlich müssten «politische Verbindlichkeiten auch abrufbar» sein.

Dies läuft auf eine Beteiligung der Bundeswehr auch an Kampfeinsätzen der NRF hinaus. Denn eine Trennung von NATO als «hard power» der bewaffneten Friedenserzwingung und der Europäischen Union als «soft power» der Friedenssicherung werde es nicht geben, betont der NATO-Generalsekretär. «Ich glaube nicht, dass es zur militärischen Arbeitsteilung kommen wird.» Sowohl für die NRF als auch für die EU-Battlegroups gebe es «in Zukunft viel zu tun».

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Angeklagter soll Kindern Kondome über den Kopf gezogen haben
Geschrieben von W24 Redaktion am 28.06.2006 14:13

Ein 47-jähriger Mann muss sich ab Dienstag wegen des sexuellen Missbrauchs von Kindern vor dem Kölner Landgericht verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm zudem gefährliche Körperverletzung vor.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hat der Angeklagte sexuelle Handlungen an den Kindern vorgenommen und von ihnen pornografische Aufnahmen gemacht. Auch soll er den Kindern in mindestens sechs Fällen Kondome oder Plastiktüten über den Kopf gezogen haben, weil ihn das sexuell erregt habe. Die mutmaßlichen Opfer waren zum Tatzeitpunkt jünger als 14 Jahre.

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Diskussion über öffentliche Whois-Daten
Geschrieben von W24 Redaktion am 28.06.2006 13:24

Zugriff auf Datenbank wichtig für Verfolgung Krimineller

Der öffentliche Zugang auf Whois-Daten steht auf dem seit gestern, Montag, in Marrakesh stattfindenden Treffen der Internet-Verwaltungsbehörde ICANN http://www.icannmarrakesh.ma einmal mehr zur Diskussion. Der ICANN-Regierungsbeirat GAC (Government Advisory Committee) arbeitet an einem Grundsatzpapier zu diesem Thema. Überlegungen der ICANN, den Zugriff auf die Inhaberdaten zu beschränken, stoßen bei einigen Behörden auf Widerstand. So besteht die US-Handelskammer FTC (Federal Trade Commission) http://www.ftc.gov darauf, dass der freie Zugriff auf Whois-Daten für die Durchsetzung von Verbraucherrechten unabdingbar sei.

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US-Schauspielerin Marcia Cross hat geheiratet
Geschrieben von Grocky am 27.06.2006 16:30

US-Schauspielerin Marcia Cross (»Desperate Housewives») hat geheiratet. Medienberichten zufolge gaben sich die 44-Jährige und der vier Jahre ältere Börsenmakler Tom Mahoney am Samstag im kalifornischen San Gabriel das Ja-Wort. Etwa 200 Gäste hätten die kirchliche Trauung verfolgt, berichtete das Magazin «People». Cross und Mahoney hatten sich im August vergangenen Jahres verlobt. In der Fernsehserie «Desperate Housewives» spielt Cross die Vorzeige-Ehefrau Bree Van De Kamp, die eines Tages überraschend von ihrem Mann verlassen wird. Der Durchbruch gelang der Schauspielerin in den 90er Jahren mit der Rolle der Dr. Kimberly Shaw in der Serie «Melrose Place».

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Drahtlos-Technologie verspricht 500-mal schnellere Computer
Geschrieben von W24 Redaktion am 27.06.2006 10:01

Magnetfeld ersetzt Leiterbahnen in Silizium-Chips

Europäische Forscher haben einen Weg aufgezeigt, mit der die Leistung von Computern um das 500-fache gesteigert werden kann. Möglich machen soll dies der Einsatz von Magnetfeld-basierter Drahtlostechnologie auf Silizium-Chips anstelle der bisher verwendeten elektrischen Leiterbahnen. Diese sorgen für eine entsprechende Signalabschwächung und setzen den kontinuierlich angestrebten Leistungssteigerungen ein physikalisches Limit. Ein europäisches Forschungsprojekt unter der Leitung der University of Bath http://www.bath.ac.uk will den revolutionären theoretischen Ansatz innerhalb der nächsten drei Jahre in die Tat umsetzen.

"Die konventionelle Herangehensweise, mehr Leistung aus Silizium-Chips herauszuholen, indem Komponenten verkleinert werden, erreicht schon bald die Grenze des physikalisch Möglichen", erklärt Projektinitiator Alain Nogaret von der University of Bath im pressetext-Interview. "Wenn unsere Forschungsarbeit von Erfolg geprägt ist, könnten drahtlose Halbleiter schon fünf bis zehn Jahre nach Ende des Projekts in Computern zum Einsatz kommen", ist Nogaret überzeugt. Damit könnten Prozessorleistungen unter Beibehaltung jetziger Baugrößen um das 200- bis 500-fache ausgebaut werden, meint der Wissenschaftler.

Um die drahtlosen Übertragungen auf den Chips zu ermöglichen, machen sich die Wissenschaftler die physikalischen Wirkungsmöglichkeiten eines magnetischen Feldes zunutze, das durch eine entsprechende Beschichtung des Halbleiters erzeugt wird. Wird dieses Magnetfeld nun mit Elektronen beschossen, werden diese umgelenkt und deren magnetische Ausrichtung geändert. Dadurch entsteht in weiterer Folge ein Oszillationseffekt, der die für die Drahtlosübertragung notwendigen Mikrowellen erzeugt. Die dafür verwendeten Halbleiter besitzen dabei gerade einmal eine Größe von wenigen Atomen.

Nogaret zufolge ist sowohl das Prinzip als auch die markttechnische Umsetzung im Grunde einfach. So könnten in der Produktion dieselben lithografischen Prozesse zur Anwendung gelangen, die derzeit bei der Erzeugung von Halbleitern eingesetzt werden. Die Produktionskosten seien folglich auch nicht höher als es heute der Fall sei, so Nogaret.

Neben der University of Bath sind an dem 800.000-Euro-Projekt auch noch die University of Nottingham, die University of Leeds sowie die University of St. Andrews in Schottland beteiligt. Weitere Forschungsarbeiten werden von der Universität Antwerpen sowie dem Centre National de la Recherche Scientifique in Grenoble, Frankreich durchgeführt.

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ProSieben leidet unter Sportevents
Geschrieben von W24 Redaktion am 26.06.2006 09:48

Niedrigster Marktanteil seit zehn Jahren

Der Münchner Privatsender ProSieben http://www.prosieben.de steckt in einem Quotentief. Grund dafür sind in erster Linie die großen Sportevents dieses Jahres, die dem Sender fehlen. Während Olympische Spiele und die laufende Fußball-WM Konkurrenten zu Höhenflügen verhelfen, verzeichnet ProSieben den niedrigsten Marktanteil seit über zehn Jahren. Gegen die Fernsehübertragung eines Deutschland-WM-Spiels habe kein anderer Sender eine Chance, sagt ProSieben Geschäftsführer Andreas Bartl im Handelsblatt-Interview.

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Mehrheit der Europäer befürwortet Bio- und Gentechnologie
Geschrieben von Hank am 25.06.2006 16:15
Gentechnik

Gentechnisch veränderte Lebensmittel stoßen jedoch auf Widerstand

Immer mehr Europäer stehen Biotechnologie und Gentechnik positiv gegenüber. Erreichte die Zustimmung 1999 noch einen Tiefstwert von 41 Prozent, äußerten im Jahr 2005 erstmals 52 Prozent der Befragten die Hoffnung, dass sich die Bio- und Gentechnologie positiv auf das eigene Leben auswirken könnte. Vor allem Malta, Estland, Spanien, Zypern und Schweden zeigen sich optimistisch: In diesen Ländern glaubt über 70 Prozent der Bevölkerung, dass die Biotechnologie ihre Lebensqualität verbessert. Die Deutschen zählen mit 33 Prozent zu den Skeptikern. Dies zeigen die Ergebnisse des aktuellen, durch eine internationale Expertengruppe koordinierten, "Eurobarometers", die am 22. Juni in Brüssel vorgestellt wurde.

Für die bereits zum sechsten Mal durchgeführte Repräsentativerhebung zur Wahrnehmung der Gentechnik und ihrer Anwendungen wurden in den 25 EU-Mitgliedstaaten jeweils rund 1.000 Menschen befragt. Im Bereich der embryonalen Stammzellenforschung signalisieren die Zahlen ein ethisches Dilemma: Während 41 Prozent der Europäer sich dagegen aussprechen, menschliche Embryos in der medizinischen Forschung zu verwenden, stimmen 53 Prozent der Aussage zu, dass es eine Pflicht gibt, Forschung zu erlauben, wenn dies die Entwicklung bedeutender neuer Therapien ermöglicht. Allerdings gilt die Zustimmung nur, wenn die Forschung an strenge Vorschriften geknüpft ist.

Auf Widerstand dagegen stoßen nach wie vor die gentechnisch veränderten Lebensmittel. Nur ein Drittel der Europäer akzeptiert derartige Eingriffe in die Lebensmittelproduktion. Mit einem Zustimmungsgrad von 21 Prozent liegt Deutschland unter dem europäischen Durchschnitt. Die Bereitschaft, gentechnisch veränderte Lebensmittel zu konsumieren, ist dagegen gestiegen. Positive Gesundheitseffekte sowie weniger Pestizidrückstände werden vor allem als Gründe für einen möglichen Konsum erwähnt. Auf der anderen Seite wird in Österreich sowie auch in Griechenland, Zypern, Lettland und Luxemburg der Konsum gentechnisch veränderter Lebensmittel von mehr als 40 Prozent der Befragten generell abgelehnt.

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Anti-Spam-Gesetzentwurf: Bis zu 50.000 Euro Bußgeld
Geschrieben von Hank am 25.06.2006 16:05
 + E-Mail & Spam

Das Bundeskabinett hat einen Gesetzentwurf verabschiedet, der im Kampf gegen Spam-E-Mails helfen soll. Charakter und Herkunft einer E-Mail-Werbung müssen sich demnach künftig bereits aus Kopf- und Betreffzeile der Nachricht ergeben.
Verschleiert ein Absender absichtlich den kommerziellen Charakter einer E-Mail, droht ihm ein Bußgeld von bis zu 50.000 Euro. Etwa 96 Prozent aller Internet-Benutzer erhalten regelmäßig Spam-E-Mails. Der volkswirtschaftliche Schaden in der EU wurde allein für das Jahr 2004 auf 2,4 Milliarden Euro geschätzt. Allerdings werden die meisten Spam-E-Mails aus dem Ausland verschickt, sodass sie nicht unter die deutsche Gesetzgebung fallen.

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Kontrolle von Nanotechnologie
Geschrieben von Hank am 25.06.2006 15:36
Wissenschaft + Technologie

Politiker will Kontrolle für Nanotechnologie nach IAEA-Muster Grenoble (AFP) - Angesichts möglicher Risiken durch die Nanotechnologie hat ein französischer Politiker eine Kontrollstelle nach dem Vorbild der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) gefordert. In dieser Behörde sollten neben den betroffenen Staaten auch Nichtregierungsorganisationen vertreten sein, sagte der sozialisitische Chef des Regierungsbezirks Isère, André Vallini, am Freitag zur Einweihung des Nanotechnologie-Forschungszentrums Minatec im ostfranzösischen Grenoble. Er werde in den kommenden Wochen "auf nationaler und europäischer Ebene" eine Initiative für eine Überwachung der Fortschritte mit der mikroskopisch kleinen Technologie starten.

Am Donnerstag hatten in Grenoble 800 bis 1000 Menschen teilweise gewaltsam gegen die Ansiedlung des acht Hektar großen Zentrums mit 4000 Arbeitsplätzen demonstriert. "Wir stehen vor einer Gesundheitskatastrophe", sagte Stéphane Lhomme von der Anti-Atom-Organisation "Sortir du nucléaire".
"Nanotechnologie verschmutzt die Umwelt genauso schwer wie gentechnisch veränderte Organismen."

Die Bezeichnung Nanotechnologie bezieht sich auf die Größe der produzierten Stoffe und Gegenstände, die im Bereich von einem bis zu mehreren Atomen liegen. Bisher findet sie vor allem bei Beschichtungen, der Herstellung von Materialien und in der Halbleitertechnik Anwendung. Noch in den Kinderschuhen steckt der Bau von Nanomaschinen, die etwa im Körper oder in der Umwelt ausgesetzt bestimmte Aufgaben erfüllen könnten.

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Solarspezialist Reinecke + Pohl forciert Auslandsexpansion
Geschrieben von W24 Redaktion am 24.06.2006 07:14

Reinecke + Pohl Sun Energy http://www.rpse.de , Spezialist für die Installation von Photovoltaik-Anlagen, hat sich den Zugriff auf umfangreiche Modullieferungen gesichert und will nun seine Auslandsexpansion forcieren. Wie das Unternehmen heute, Freitag, mitteilte, hat die operative Tochter Maaß Regenerative Energien mit dem chinesischen Photovoltaik-Hersteller Baoding Tianwei Yingli einen Modulliefervertrag über 162 Megawatt abgeschlossen. Dies eröffne ein Umsatzpotenzial von 650 Mio. Euro, heißt es in einer entsprechenden Aussendung.

Beide Unternehmen haben sich auf eine Zusammenarbeit bis 2010 geeinigt. Der aktuelle Vertrag baut auf eine im März geschlossene Absichtserklärung. "Dieser Vertrag erweitert die hervorragende Basis für unsere Geschäftsentwicklung und trägt dazu bei, dass wir unsere Expansionsgeschwindigkeit im europäischen Ausland deutlich erhöhen können. Insbesondere steht der spanische Markt im Fokus", kommentiert Martin Schulz-Colmant, Vorstandssprecher von Reinecke + Pohl Sun Energy.

Baoding ist mit einer Gesamtkapazität von 100 MWp nach eigenen Angaben einer der größten Modulhersteller Chinas. Bis 2010 will das Unternehmen seine Produktion auf 500 MWp verfünffachen. Reinecke + Pohl Sun Energy hat sich auf die Installation von Photovoltaik-Anlagen in Industrie und Landwirtschaft spezialisiert. 2005 erwirtschaftete das Unternehmen im ersten Jahr seiner operativen Geschäftstätigkeit einen Umsatz von 52,6 Mio. Euro. Das EBIT belief sich auf 4,34 Mio. Euro. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen aufgrund einer "hervorragenden Auftragslage und der guten Lieferfähigkeit" mit einer "äußerst positiven Entwicklung".

Auch dem Gesamtmarkt wird für die kommenden Jahre eine rosige Zukunft vorhergesagt. So ist Deutschland mit einer installierten Gesamtleistung von 1.528 MWp 2005 zum "Photovoltaik-Weltmeister" aufgestiegen. Für 2006 prognostizieren die Marktforscher von EuPD Research ein weiteres Wachstum von 20 Prozent auf 760 MWp neu installierte Leistung. Das größte Potenzial für die kommenden Jahre wird bei privaten Endkunden und im Mittelstand geortet. "Zunehmend entdecken mittelständische Unternehmer die Solarenergie als zweites Standbein und installieren Photovoltaikanlagen auf den Firmendächern", so Michael Forst, Geschäftsführer von Europressedienst im pressetext-Gespräch.

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News & Schlagzeilen

Amazonien-freundliches Soja
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 07:10

Erstes Schiff mit tropenwaldfreundlichem Soja läuft in Basel ein - Für Futtersoja werden in Südamerika jährlich 1,7 Millionen Hektar Natur zerstört

Im Basler Rheinhafen sind heute die ersten eintausend Tonnen Soja aus Brasilien eingelaufen, die ohne Zerstörung von Tropenwald, ohne Gentechnik und sozial gerecht produziert worden sind. Damit gibt es auf dem europäischen Markt erstmals Futtersoja, das nach den so genannten Basler Kriterien hergestellt wurde, die der WWF maßgeblich mitentwickelt hat.
Importeur der umweltfreundlichen Ladung ist die größte Schweizer Soja-Einfuhrfirma Fenaco. "Soja wird vor allem für Tierfutter angebaut", erläutert WWF-Agrarexpertin Martina Fleckenstein. "In Südamerika fallen jährlich 1,7 Millionen Hektar Savannen und Tropenwälder dem Soja zum Opfer - mit steigender Tendenz. Der WWF will Unternehmen zeigen, dass es auch anders geht."

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Umweltverschmutzung in Afrika
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 06:30

Umweltverschmutzung gefährdet laut UN Entwicklung in Afrika Nairobi (AP) Die Vereinten Nationen haben vor gefährlichen Auswirkungen der Umweltzerstörung auf die Entwicklung in Afrika gewarnt. In einem am Dienstag veröffentlichten Bericht des UN-Umweltprogramms (UNEP) hieß es, mehr als 70 Prozent der Afrikaner seien für ihr Überleben von den natürlichen Ressourcen des Kontinents abhängig. Wenn dem Umweltschutz keine Priorität eingeräumt werde, sei die afrikanische Wirtschaft stark gefährdet.

In dem 542 Seiten starken Bericht wurden die globale Erwärmung, genetisch veränderte Organismen und die wachsende Produktion von Chemikalien als Bedrohungen für Afrika genannt. UNEP-Exekutivdirektor Achim Steiner betonte, im Umweltschutz lägen viele Chancen für den Kontinent. Entgegen der verbreiteten Ansicht gebe es viele Wasserressourcen. Diese müssten angemessen verwaltet und verteilt werden. Wenn die Politik sich aber nicht verändere, drohe Afrika noch tiefer in die Armut zu rutschen, sagte Steiner.

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Fit wie die Weltmeister!
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 05:20

Magnesium unterstützt die Muskelarbeit beim Sport Deutschland bewegt sich. Das gilt nicht nur für die vielen hunderttausend Fußball-Fans, die sich zur WM auf den Weg in die Stadien machen werden. Immer mehr Bundesbürger sind in ihrer Freizeit sportlich auch selbst aktiv - für die Fitness, als Ausgleich zum beruflichen Stress und weil Bewegung einfach Spaß macht.

Dabei gilt für Freizeitsportler ebenso wie für Fußball-Profis: Die Gesundheit muss immer an erster Stelle stehen. Da der Körper beim Schwitzen auch Magnesium ausscheidet, ist es besonders wichtig, diesen Mineralstoff wieder zuzuführen, da er ihn selbst nicht bilden kann. Zum Flüssigkeitsausgleich bevorzugt in gelöster Form als Brausetablette. Bei unzureichender Versorgung (optimal sind 5 Milligramm Magnesium pro Kilogramm Körpergewicht am Tag) kann es schnell vermehrt zu schmerzhaften Krämpfen oder Zerrungen kommen.

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Sony gibt bislang erfolglosen Kampf gegen iPod nicht auf
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 05:10

Der japanische Elektronikriese Sony http://www.sony.com kämpft nach wie vor mit seiner Portable-Music-Player-Sparte. Trotz der Einführung neuer Modelle im vergangenen Jahr konnte sich das Unternehmen nicht gegen Mitbewerber Apple http://www.apple.com behaupten, geschweige denn diesem Marktanteile abjagen. "Wir haben uns mit den letzten Walkman-Modellen verrechnet", gestand Sony-Präsident Ryoji Chubachi in Tokio ein. Da die digitalen Musik-Player jedoch zu den Kernbereichen zählen, um die Unterhaltungssparte wieder zu beleben, würden die Bemühungen von Seiten des Sony-Managements erhöht, schreibt die Washington Post. Während die Geschäfte mit LCD-Fernsehern und Digitalkameras bereits zum Wachstum beitragen, bleibt die Entwicklung der Walkman-Linie das Sorgenkind, so Cubachi.

Im Sony-Konzern ist die Sparte für mobile Musik-Player zwar die kleinste Businesseinheit, jedoch ist damit große Symbolik verbunden. Mit den tragbaren Kassettenspielern führte der Konzern über zwei Jahrzehnte den Markt an. Mit seinem Focus auf CD- und MiniDisc-Player konnte das Unternehmen in der digitalen Ära mit Apple jedoch nicht mehr mithalten. Der anfängliche Versuch Sonys das populäre MP3-Format mit dem hauseigenen Kompressionsstandard Atrac zu verdrängen, scheiterte ebenfalls. Erst im Mai verabschiedete sich das Unternehmen von Atrac.

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Rekord-Weltklima
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 05:00

Erde seit 400 Jahren noch nie so heiß wie heute New York (dpa) - Die Erde war nach einer Studie der amerikanischen Akademie der Wissenschaften in den letzten 400 Jahren noch nie so heiß wie heute.
Laut der Untersuchung stieg die Temperatur allein innerhalb des 20.
Jahrhunderts um mindestens 0,6 Grad Celsius an. Demnach waren die 1990er Jahre das wärmste Jahrzehnt und 1998 das wärmste messbare Jahr in der Geschichte. Als Hauptursache für die globale Erwärmung machen die Wissenschaftler das Industriezeitalter verantwortlich.

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Saisonstart für den Fränkischen Schiefertrüffel
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 04:42

München:
Der Trüffel aus Franken ist da!

Der Fränkische Schiefertrüffel ist eine Rarität, die in Deutschland ganz selten, vor allem unter verwittertem Schiefer, von Juni bis September zu finden ist und als regionale Spezialität geschätzt wird.

Die Suche nach diesem kostbaren Trüffel ist aufwendig und erfordert von unserem Lieferanten Bernd Wurzbacher ein gutes Auge und viel Erfahrung. Auf das Gespür von Hunden und Schweinen muss verzichtet werden, da der Schiefertrüffel nicht über einen intensiven Duft wie beispielsweise der Alba- oder Périgordtrüffel verfügt. Der Schiefertrüffel ist braun-schwarz bis dunkel-oliv, der Form nach dem Périgordtrüffel ähnelnd und innen leuchtend gelb gekammert. Ein intensiver Pilzduft zeichnet ihn aus, wobei sich das einmalige Aroma des Trüffels erst bei intensiver Erhitzung entfalten kann. Im rohen Zustand ist der Schiefertrüffel geschmacklich neutral und sollte zur Entfaltung des einmaligen Aromas zerkleinert und scharf angebraten werden. Der Trüffel färbt stark dunkelbraun bis schwarz und ist für Suppen, Nudel- und Fleischgerichte hervorragend geeignet.

PROMANGI verkauft online kulinarische Regionalspezialitäten, die von Kleinproduzenten nach alten, überlieferten Rezepten und aus natürlichen Zutaten produziert werden. Geliefert werden die Spezialitäten direkt vom Produzenten - frisch, pünktlich und ohne Lagerhaltung.

Internet: www.promangi.de

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DeNIC registriert zehnmillionste .de-Domain
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 04:39

Rasantes Wachstum wird sich nicht abschwächen

Seit die .de-Domain im November 1986 eingeführt wurde, hat die Zahl der Registrierungen anfangs recht langsam, später allerdings blitzschnell zugenommen. Gestern, Montag, wurde die zehnmillionste deutsche Länderdomain registriert. Laut der Domainverwaltungsstelle DeNIC (Deutsches Network Information Center) http://www.denic.de ist .de damit die häufigste Länderdomain im Internet und nach .com die zweithäufigste Endung für Internet-Domains. Auf Platz drei und vier folgen .net mit über 7,5 Mio. Adressen und .uk mit mehr als fünf Mio. Adressen.

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Google am Handy: Mail, News und personalisierte Startseite
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 04:33

Mobile Dienste ab sofort in Deutschland verfügbar

Der Suchspezialist Google http://www.google.de hat drei seiner erfolgreichen Internet-Dienste kürzlich zur Nutzung auf Mobiltelefonen freigeschaltet. So können in Deutschland Nutzer von Google Mail ihre elektronische Post ab sofort auch mobil auf dem Handy empfangen. "Die Nachfrage in den USA war gut", so Google-Manager Deep Nishar, daher erwarte man auch eine große Resonanz bei den deutschen Nutzern. Google will, wie schon im Desktopbereich, auch auf dem Mobiltelefon zur führenden Suchmaschine werden.

Über eine adaptierte Benutzeroberfläche kann auf Gmail-Konten zugegriffen werden, wobei auch angehängte Fotos oder Dateien dargestellt werden können. Zudem kann der Nutzer auf seine personalisierte Startseite aufrufen. Als dritte Neuerung ist auch die News-Suche vom Handy aus zu nutzen. So können je nach Bedarf etwa ausgewählte Aktienkurse, Branchen-Nachrichten oder das lokale Wetter vom Handy aus abgerufen werden.

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Künstlicher Lungenunterstützer als Lebensretter
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 04:27

Erste-Hilfe Einsatz im Notarztwagen möglich

Wissenschaftler vom Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik des Helmholtz-Instituts in Aachen http://www.hia.rwth-aachen.de haben einen tragbaren Membran-Oxygenator entwickelt. "Das HEXMO-Gerät gilt als künstliche Unterstützung bei schwerem Lungenversagen und könne aufgrund seiner Handlichkeit zukünftig im Notarztwagen eingesetzt werden", erklärt Ulrich Steinseifer vom Lehrstuhl für Angewandte Medizintechnik im Gespräch mit pressetext. Die Planung sieht vor, dass das Gerät innerhalb der nächsten zwei Jahre klinisch nutzbar sei, so Steinseifer.

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Fair gehandelte Produkte ermöglichen aktiven Regenwaldschutz
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 04:10

"Regenwaldschutz durch nachhaltige Nutzung" lautet ein Schwerpunkt des Freiburger Regenwald-Institutes (www.regenwald-institut.de). Es entwirft mit seiner Projektarbeit innovative Ansätze für einen effektiven und dauerhaften Schutz der Regenwälder.

In enger Zusammenarbeit mit traditionellen Bevölkerungsgruppen in Amazonien entwickelt das Institut auf der Basis nachwachsender Rohstoffe aus den Regenwäldern hochwertige Produkte auch für den europäischen Markt. Fairer Handel und eine 100-prozentige Wertschöpfung vor Ort sorgen für eine gerechte, weit überdurchschnittliche Entlohnung der Produzenten. Managementpläne zur Rohstoffernte sichern die Nachhaltigkeit.

Die Verarbeitung der Rohstoffe zu Endprodukten vor Ort schafft Arbeitsplätze und eröffnet Alternativen zur Jahrhunderte alten Tradition der Rohstoffausbeutung durch die Länder des Nordens.

Zur Umsetzung dieses Projektes hat das Regenwald-Institut einen Service-Betrieb gegründet, welcher mit seinem "Regenwaldladen" (www.regenwaldladen.de) mittlerweile weit über 100 fair gehandelte Produkte aus den Regenwäldern in Deutschland vertreibt.

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Reibungsloser Einsatz von Windows-Anwendungen unter Linux mit 2X ApplicationServer
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 04:00

Kostenfreie Lizenz von 2X ApplicationServer zum Tunneln von bis zu fünf Anwendungen - steht zum Abruf bereit

2X, Entwickler von Software-Lösungen für Server-basiertes Computing, hat heute die Veröffentlichung eines Linux-Client für seine Application-Publishing-Lösung 2X ApplicationServer for Windows Terminal Services bekannt gegeben. Der Client erlaubt es Benutzern von Red Hat-, SuSE-, Ubuntu- und anderen Linux-Distributionen, Windows-Anwendungen problemlos auf ihrem Linux-Desktop zu verwenden. Eine kostenfreie Lizenz von 2X ApplicationServer zum Tunneln von bis zu fünf Anwendungen steht zum Abruf bereit unter http://www.2xsoftware.de/applicationserver/application-publishing.htm .

Linux-Anwender mussten bislang auf Software wie WINE zurückgreifen, um Microsoft-Betriebssysteme zu simulieren und Windows-Anwendungen auf ihren Rechnern laufen lassen zu können. Bei einer solchen Verwendung ergeben sich jedoch häufig Schwierigkeiten und Einschränkungen hinsichtlich der Konfigurierung und Unterstützung von Windows-Applikationen, vor allem bei neueren Anwendungsversionen. Dank 2X ApplicationServer lässt sich jedoch jedes Windows-Programm problemlos per RDP auf einen Linux-Desktop tunneln.

"Unser neuer Linux-Client für 2X ApplicationServer ist ein weiterer Schritt in die Richtung, Linux auf dem Desktop zu etablieren, da Windows-Anwendungen ohne Linux-Version dennoch unter dem Open-Source-Betriebssystem genutzt werden können", so Niko Makris, President von 2X.

Über 2X ApplicationServer

2X ApplicationServer erlaubt die reibungslose Bereitstellung von Windows-Anwendungen auf entfernten Desktops, auch solchen mit Linux-Betriebssystem. Die Installation der Applikationen auf jedem einzelnen Arbeitsplatzrechner ist somit nicht länger erforderlich, und der Administrations- und Support-Aufwand wird bedeutend gesenkt.

Anforderung der kostenfreien Version von 2X ApplicationServer

2X stellt zum Tunneln von bis zu fünf Anwendungen eine kostenfreie Lizenz von 2X ApplicationServer for Windows Terminal Services zur Verfügung. Diese ist abrufbar unter http://www.2xsoftware.de/applicationserver/application-publishing.htm . Die Anwendungen können auf einem zentralen Server installiert werden, um dann per 2X ApplicationServer reibungslos auf Remote-Desktops bereitgestellt zu werden.

Über 2X

2X Software Ltd - 2X - entwickelt Lösungen für Server-basiertes Computing, das sich einer immer größeren Beliebtheit erfreut. Das von 2X unterstützte Thin-Client-Computing hilft, steigende Verwaltungskosten für PCs unter Kontrolle zu halten und zentralisiert zudem die Verwaltung von Anwendungen und Desktops. Weitere Vorteile von Thin-Client-Computing mit Lösungen von 2X sind Sicherheits- und Leistungsoptimierungen und die problemlose Einrichtung von Fernarbeitsplätzen. Das Produktportfolio von 2X umfasst 2X ThinClientServer for Windows/Linux, 2X LoadBalancer for Terminal Services/Citrix, 2X ApplicationServer for Windows Terminal Services und 2X SecureRDP for Windows Terminal Services. 2X befindet sich in privater Hand und unterhält Niederlassungen in Deutschland, Zypern, Großbritannien und Malta. Das Management-Team des Unternehmens besteht aus Branchenprofis, die ein über viele Jahre aufgebautes Know-how in der Entwicklung und dem Vertrieb von Netzwerk-Infrastruktur-Lösungen vorweisen können. 2X ist partner von Microsoft und RedHat. Weitere Informationen stehen bereit unter www.2x.com, www.2xsoftware.de, www.2xsoftware.it, www.2xsoftware.fr, www.2xsoftware.es.

Alle hier aufgeführten Produkte und Firmennamen sind Marken der jeweiligen Eigentümer.

WEITERE INFORMATIONEN

www.2xsoftware.de

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Buchvorstellung: Corporate Performance Management für Praktiker
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 03:49

Führungsprozesse intelligent unterstützen / Autor: MIS Mitarbeiter Dr. Karsten Oehler

Künftig werden nur noch die Unternehmen Wettbewerbsvorteile erlangen, denen es gelingt, ihre Informationen zu strukturieren, zu analysieren sowie in Wissen umzuwandeln. Um diese Ziele zu erreichen und um insbesondere Controlling, Vertrieb, Logistik und das Risiko-Management zu unterstützen, setzen Unternehmen auf Business Intelligence und zunehmend auf Corporate Performance Management. Corporate Performance Management bildet die wichtige Schnittstelle zwischen Management und IT und stellt die Integration von Steuerungssystemen in den Mittelpunkt. "Wo die Chancen aber auch die Fallstricke liegen", erläutert Dr. Karsten Oehler, Director Presales der MIS GmbH in Darmstadt (Deutschland), in seinem Fachbuch zum Thema "Corporate Performance Management mit Business Intelligence-Werkzeugen".

Dieses Buch führt in die Konzepte und technischen Grundlagen von BI und Corporate Performance Management ein und richtet sich an Mitarbeiter von Fachabteilungen aus den Bereichen Controlling, Finanzbuchhaltung oder Unternehmensplanung sowie an Mitarbeiter der IT-Abteilungen. Es beschreibt sehr verständlich die Grundlagen von CPM und BI und zeigt anhand von Fallstudien Wege für die Umsetzung in der Praxis.

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adidas steigt als Sponsor der Euro 2008 ein
Geschrieben von W24 Redaktion am 29.06.2006 03:36

Partnerschaft im Rahmen der UEFA Champions League ebenfalls verlängert

Die UEFA http://www.uefa.com und adidas http://www.adidas.de haben heute, Mittwoch, die offizielle Unterzeichnung einer langfristigen Partnerschaft bekannt gegeben. Der Herzogenauracher Sportartikelhersteller hält somit die weltweiten Sponsorrechte für die UEFA Fußball-Europameisterschaft 2008 in Österreich und der Schweiz. Außerdem wurde die UEFA Champions League Partnerschaft mit der UEFA bis 2009 verlängert, in deren Rahmen adidas bis 2009 die offiziellen Spielbälle stellen wird.

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News & Schlagzeilen

Nanotube-Technologie verzehnfacht Festplattenkapazität
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:31

Seagate: Terabyte-Harddisks werden Standard

Der Festplattenhersteller Seagate Technology http://www.seagate.com hat eine neuartige Harddrive-Technologie entwickelt, die eine Verzehnfachung der heutigen Speicherkapazität ermöglichen soll. Mit der sogenannten Nanotube-Technologie könne der Lese- und Schreibkopf näher an die magnetischen Platten gebracht werden. Dies ermögliche eine noch exaktere Anordnung der Partikel und dadurch eine Vervielfachung der Kapazität der Festplatte. Der Patentantrag wurde bereits beim US Patent and Trademark Office http://www.uspto.gov eingereicht.

Mit Hilfe von Nanotubes wird die Oberfläche der Platten mit einer extrem dünnen Schicht eines sehr haltbaren Gleitmittels beschichtet. Diese Beschichtung soll als Schutz für das magnetische Medium dienen, welches selbst nur zwischen zwei und 50 Nanometer dick ist. Gleichzeitig will Seagate durch einen neuen Laser bzw. Erhitzungsmechanismus einen kleinen Teil der Festplatte erhitzen. Somit sollen sich die magnetischen Partikel auf der Platte noch genauer positionieren lassen. Daraus resultiert eine höhere Datendichte, womit die Speicherkapazität steigen würde.

"Wann die neue Technologie auf den Markt kommen wird, steht noch nicht fest", erklärt Seagate-Sprecherin Regina Israel auf Anfrage von pressetext. Dies sei abhängig von Faktoren, wie der technischen Ausgereiftheit, der Nachfrage am Markt und nicht zuletzt der Wirtschaftlichkeit des Produktes. "Neue Technologien sind am Anfang klarerweise teuer. Somit stellt sich auch die Frage, ab wann es für Kunden ökonomisch sinnvoll ist, in neue Technologie zu investieren", so Israel.

Seagate geht davon aus, dass mit Hilfe dieser Technik in Kombination mit Perpendicular Recording, einer ebenfalls von Seagate entwickelten und Anfang des Jahres vorgestellten Technologie, Terabyte-Festplatten eine weite Verbreitung finden werden. Durch schnelle Breitbandzugänge werden von Internetnutzern immer mehr Daten in Form von Video- und Musikstücken auf den heimischen PC geschaufelt. Hierdurch steigt der Speicherbedarf ständig und der Markt verlangt nach höheren Speicherkapazitäten.

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Bremsfunktion des Immunsystems entdeckt
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:29

Braunschweiger Forscher identifizieren Molekül GPR83

Wissenschafter der Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) http://www.gbf.de machten jenes Molekül ausfindig, das die körpereigene Abwehr außer Kraft setzen kann. Das Molekül GPR83 ist Rezeptor der T-Zellen, welche für die Abwehreaktionen des Immunsystems zuständig sind. Wird der Rezeptor aktiviert, findet keine Reaktion der T-Zellen statt und ihre Abwehr wird deaktiviert. In Zukunft könnte GPR83 bei Autoimmunerkrankungen und Entzündungen eingesetzt werden.

Durch irrtümlich ausgelöste Abwehrreaktionen kann im Köper auch gesundes Gewebe angegriffen werden, weshalb die Bedeutung der regulatorischen T-Zellen besonders wichtig ist. Diese werden in der GBF bereits seit fünf Jahren erforscht. Auf das Molekül GPR83 wurde man vor zwei Jahren aufmerksam. Professor Jan Buer, GBF-Arbeitsgruppenleiter, erklärt im pressetext Gespräch, dass dieses Molekül zwar nur einer von vielen Bestandteilen der T-Zellen ist, es jedoch von Anfang an charakteristisch für diese Zellen war. "Es ist ein Schalter für die regulatorischen T-Zellen," so Buer. Wird er aktiviert, bremst er damit die Abwehrreaktion des Immunsystems. Wie und warum dies geschieht konnte man bisher noch nicht klären.

In Zukunft könnte das Wissen um die Funktionsweise des Moleküls zu dessen gezielter Steuerung durch Medikamente führen. GPR83 könnte dadurch sowohl aktiviert, als auch blockiert werden. Damit wäre nicht nur Hilfe bei Autoimmunerkrankungen wie Rheuma oder Typ I Diabetes möglich, sondern eventuell auch bei schweren Infektionen oder Tumor-Behandlungen. Buer erinnert aber: "Man muss viele Mosaiksteine sammeln, um zu verstehen, was in unserem Körper schief läuft." Das Molekül GPR83 sei nur einer davon, dessen Wirkungszusammenhang mit anderen erst weiter erforscht werden muss.

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Global Media auf Expansionskurs
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:28

Web-Marketing-Anbieter eröffnet Niederlassung in London

Der Web-Marketing-Anbieter Global Media GmbH http://www.globalmedia-webmarketing.de befindet sich auf Expansionskurs und eröffnet in London einen neuen britischen Standort. Bislang war das Unternehmen auf der Insel nur mit der Gründungsstätte in Manchester vertreten. Die Unternehmenszentrale befindet sich seit dem Jahr 2000 in München. Mit der Niederlassung in London soll die Position als führender Player in der wachsenden Online-Werbe-Branche ausgebaut werden. "Europa ist derzeit unser Kernmarkt, künftig wollen wir aber auch vor allem Richtung Asien weiter expandieren", sagt Vera Stoll, Brand Manager bei Global Media, im pressetext-Gespräch.

Das operative Kundengeschäft in London wird der 32-jährige Philip Acton betreuen. Die erste positive Resonanz der Büroeröffnung sei die Zusammenarbeit mit Liz Earle Cosmetics, so Acton. Erst kürzlich hat Global Media die Finanzierungsrunde mit der Carlyle Gruppe abgeschlossen und weitere neue, prominente Kunden in Europa gewonnen. "Zu unseren Kunden zählen mittlerweile bekannte Unternehmen wie AOL, Austrian Airlines, Travelchannel.de oder Lastminute.com sowie seit kurzem auch die dba", so Stoll.

Global Media bietet seinen Kunden verschiedene Serviceleistungen aus einer Hand. Das Unternehmen operiert in den Bereichen Suchmaschinen-Optimierung, Keyword Advertising und Online Media Planning sowie Affiliate Marketing. Die meisten Klienten von Global Media stammen aus der Reisebranche. "Hier ist der Markt besonders hart umkämpft, ähnlich wie in der Versicherungsbranche", sagt Stoll gegenüber pressetext. Das Geschäft in diesem Jahr laufe sehr gut, konkrete Umsatzzahlen wolle das Unternehmen allerdings nicht nennen.

Die englische Media-Agentur Group M prognostiziert in einer aktuellen Studie, dass die britische Online-Werbung 2006 das Anzeigengeschäft der überregionalen Tageszeitungen übertreffen wird. Demnach fließen 13,3 Prozent der Marketingbudgets in Großbritannien in diesem Jahr in die Internet-Werbung. Das bedeutet einen Zuwachs von 3,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

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sakku - die Solartasche für digitale Nomaden
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:25

Strom für unterwegs - jederzeit und überall

Die Firma 5212 lanciert mit sakku die erste Kuriertasche mit integrierten Solarzellen. Sie versorgt portable Geräte wie Mobiltelefone, iPods, MP3-Player oder GPS-Geräte mit umweltfreundlicher Sonnenenergie. Die trendige Tasche zum Umhängen wird aus gebrauchten Segeln von einheimischen Segelbooten hergestellt und zu 100 Prozent in der Schweiz produziert. sakku gibt es in zwei Varianten: «sakku direkt» lädt ein Gerät auf, sobald ausreichend Sonnenlicht vorhanden ist. «sakku akku» speichert die auftreffende Sonnenstrahlung in einem integrierten Akku und gibt den Strom ab, wenn er benötigt wird - auch in der Nacht.

Design und Schnittmuster wurden in Zusammenarbeit mit Spezialisten entworfen.

sakku kann ab sofort unter http://www.sakku.ch bestellt werden.

Für Vordenker, Pioniere und Weitblicker

Das Produkt richtet sich an urbane und trendbewusste Menschen, welche nebst der Solar-Funktion Wert auf Ästhetik legen. Das schlichte, zeitgemässe Design und das ausgeklügelte Schnittmuster wurden in Zusammenarbeit mit Egon Baer von http://www.pack-art.ch entworfen und umgesetzt. Andreas Göldi, Autor bei http://www.neuerdings.com , über sakku: «Die sakku Solartasche ist für digitale Nomaden, mobile Information Worker und Grossstadt-Segler ein unverzichtbarer Begleiter.»

Einfach praktisch

Die gesamte Bedienung, insbesondere das Aufladen eines Geräts ist kinderleicht. «Die Idee von sakku ist simpel und bestechend», kommentiert Peter Hogenkamp, CEO Zeix AG. «Jeder kennt unterwegs das Problem: Der Akku eines Geräts ist leer und man sucht verzweifelt nach einer Steckdose. Mit sakku sind diese Sorgen endlich passé.»

Modelle und Preise

Die sakku Solartasche gibt es in zwei Varianten: «sakku direkt» lädt ein Gerät auf, sobald Sonnenlicht vorhanden ist. Der Preis für diese einfache Variante der sakku Solartasche beträgt CHF 289.-. «sakku akku» speichert die auftreffende Sonnenenergie fortwährend in einem integrierten Akku und gibt sie ab, wenn sie benötigt wird - auch in der Nacht.

Der Preis für «sakku akku» beläuft sich auf CHF 369.-.

Eingehend getestet

Nach Abschluss der Entwicklungsphase Anfang 2006 wurde die Beta-Version der sakku Solartasche während mehr als zwei Monaten von rund 30 Beta-Testern auf Herz und Nieren geprüft. Verbesserungsvorschläge wurden von den Testern direkt auf dem sakku Blog veröffentlicht und fliessen laufend in die Optimierung der Tasche ein (http://sakku.kaywa.ch). Beispielsweise bietet 5212 auf Wunsch einiger Beta-Tester bereits zum Produkt-Launch eine separate Taschenpolsterung für das Mitführen von Notebooks an. Die Beta-Phase verlief problemlos.

Mit dem erfolgreichen Abschluss der Testperiode wurde die Marktfähigkeit des Produkts unter Beweis gestellt. Jürg Stuker, CEO namics AG: «Die aus der Software- und Internetbranche bekannten Beta-Releases auf Gebrauchsprodukte anzuwenden, ist ein interessantes Konzept. Als Beta-Tester der ersten Stunde attestiere ich dem Produkt einen hohen Gebrauchswert mit Potenzial zum Kult.

Es trifft den Zeitgeist.»

Jetzt erhältlich

Die sakku Solartasche ist ab sofort erhältlich. Jede ist nummeriert und die Auslieferung erfolgt in der Reihenfolge des Bestelleingangs. Zusätzlich ist auf jeder Tasche der Herkunfts-See des verwendeten Segels vermerkt. sakku kann unter http://www.sakku.ch bestellt werden. Einfach das Taschenmodell wählen sowie den gewünschten Adapter für die anzuschliessenden Geräte bestimmen.

Weitere Informationen

Website: http://www.sakku.ch

Product Blog: http://sakku.kaywa.ch

Über 5212

Das 2004 gegründete Start Up 5212 entwickelt und realisiert Produkte für die mobile Energieversorgung. Die sakku Solartasche ist das erste Produkt, welches lanciert wird. Weitere innovative Produkte sind geplant.

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Prozesse der Photosynthese laufen anders ab als gedacht
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:20

Lehrbücher müssen geändert werden

Die ersten Schritte der Photosynthese laufen anders ab als bisher angenommen. Das haben Biologen der Ruhr-Universität Bochum http://www.ruhr-uni-bochum.de und des Max-Planck-Instituts für Bioorganische Chemie http://www.biochem.mpg.de herausgefunden. Durch die jetzigen Erkenntnisse ergibt sich ein neues Bild der primären Vorgänge der Photosynthese. Dementsprechend muss auch das Lehrbuchwissen der Photosynthese korrigiert werden. Veröffentlicht werden die Ergebnisse im US-Journal 'Proceeding of the National Academy of Sciences'.

Im Wesentlichen haben die Forscher zwei zentrale Erkenntnisse gewonnen. Zum einen, dass der erste Reaktionsschritt im Zentrum des Photosystem 2 von einem einzelnen Chlorophyll durchgeführt wird, welches nach bisheriger Überzeugung nicht dafür eingeplant war. Und zum anderen läuft der Prozess der Weiterleitung wesentlich schneller als der Prozess der ersten 'chemischen' Reaktion.

Mit der aktuellen Arbeit konnten die Forscher erstmals den experimentellen Beweis für die ersten Reaktionsschritte unter physiologischen Raumtemperaturbedingungen erbringen. Dabei stellten sie fest, dass es sich um ein Prinzip handelt, welches die Natur offensichtlich auch im Photosystem 1 und darüber hinaus auch bei allen höheren Pflanzen angewandt hat. Außerdem bieten die neuen Erkenntnisse eine molekulare Erklärung für die bisher nicht gut verstandene extrem hohe Oxidationskraft von Photosystem 2. Ein monomeres Chlorophyll kann prinzipiell eine wesentlich höhere Oxidationskraft entwickeln als das bisher angenommene 'Spezialpaar Chlorophyll'.

Den Experten zu Folge werden die neuen Forschungsergebnisse sicher auch Auswirkungen auf sogenannte biochemetische Verfahren haben, mit welchen die natürlichen Prozesse künstlich 'nachgebaut' werden sollen. Damit soll die Solarenergie als unerschöpfliche Energiequelle durch Nachahmung der Natur effizienter genutzt werden, als es mit Sonnenkollektoren heute möglich ist.

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AllofMP3 geht es an den Kragen
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:20

Dem phonograhischen Institut in Großbritannien http://www.bpi.co.uk/ , Vertreter der britischen Musikanbieter, wurde das Recht auf Anklage des Eigentümers der umstrittenen russischen Mp3-Website AllofMP3 http://www.allofmp3.com/ zugesagt. Ein Richter gab dem Institut am Dienstag die Erlaubnis eine gerichtliche Anklage gegen die russische Seite, die Musikalben zum Download zum Preis von unter einem Pfund anbietet, einzubringen. Media Services, der Eigentümer von Napster, fordert Einsicht in die russischen Copyright-Rechte, die günstigere Bereitstellung von Musik im Internet möglich machen. W24 berichtete: Russland toleriert illegales Mp3-Geschäft

Das phonographische Institut bekräftigt, dass Media Services Lizenzkosten an russische Gesellschafen gezahlt habe, wohlwissend, dass die russische Website nie die Erlaubnis zum Verkauf der Musik seitens der Rekordlabels und Bands bekommen habe. US-Handelsabgeordnete bezeichnen den Vorfall als russische Raubkopien-Piraterie. Der Vorsitzende des phonographischen Instituts, Roz Groome, verlautbart, dass der gerichtliche Bescheid ein wichtiger Schritt gegen Raubkopien und gegen den Verstoß von Copyrights sei. Mit der Entscheidung könne auch die Illegalität von AllofMP3 bewiesen werden. Groome kritisiert auch die Darstellung als legalen, billigeren Musikanbieter der Webseite.

AllofMP3.com ist nach Apple's iTunes das zweit beliebteste Download-Filesharing-Angebot in Großbritannien. Napster, eines der ersten Filesharing-Programme, liegt mit acht Cent an dritter Stelle in der Reihung der Downloads. Die Musikindustrie bezeichnet das Anwachsen der Filesharing-Software als Bedrohung für den CD-Handel.

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Infektionen können Diabetes verursachen
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 10:19

Verbreitete Infektionen können bei Kindern und jungen Erwachsenen ein Auslöser für Diabetes sein. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie von Wissenschaftlern der Newcastle University http://www.ncl.ac.uk und der University of Leeds http://www.leeds.ac.uk gekommen. Das Team analysierte Daten aus einem Zeitraum von 25 Jahren, die von mehr als 4.000 jungen Menschen aus Yorkshire stammten, die an Typ-1-Diabetes erkrankt waren. Die Forscher wiesen Anhäufungen von ungewöhnlich vielen Krankheitsfällen bei den zehn bis 19 jährigen in bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten nach. Das weise, schreiben sie in dem Fachmagazin Diabetologia http://www.springerlink.com/(uoj5ex2flo00qg45m00vcm45)/app/home/journal.asp?referrer=parent&backto=linkingpublicationresults,1:100410,1, auf eine gemeinsame Ursache wie eine Infektion hin. In Großbritannien gibt es rund 250.000 Personen, die an Typ-1-Diabetes leiden. Die Anzahl der Erkrankungen bei Kindern steigt laut BBC jährlich um drei Prozent.

Eine Erkrankung entsteht, wenn der Körper nicht in der Lage ist Insulin zu produzieren um die Zuckerwerte im Blut zu kontrollieren. Sie tritt normalerweise vor dem 40 Lebensjahr auf. Jetzt wurde nachgewiesen, dass bei diesen Anhäufungen von Krankheitsfällen sechs bis sieben Prozent mehr Erkrankungen auftraten als zu erwarten war. Dieses Phänomen war bei Frauen und Mädchen besonders stark ausgeprägt. Das Muster, das Experten als "space-time clustering" bezeichnen, ist typisch für jene Bedingungen, die durch Infektionen ausgelöst werden. Bedingungen, die durch konstantere umweltbedingte Faktoren ausgelöst werden, führen an einem Ort zu Ballungen über einen viel längeren Zeitraum.

Es wurde bereits angenommen, dass Infektionen mit dem Entstehen von Typ-1-Diabetes bei Kindern zusammenhängen könnten, die genetisch bedingt für bestimmte umfeldbedingte Auslöser besonders empfänglich sind. Der leitende Wissenschaftler Richard McNally erklärte, dass diese neuen Erkenntnisse einen Beitrag zum besseren Verständnis von Typ-1-Diabetes beitragen könnten. Es handle sich aber auch dabei nur um ein Stück des Puzzles und weit mehr Forschung sei erforderlich, bis man die verantwortlichen Infektionen identifizieren und daraus entsprechende präventive Maßnahmen ableiten könne. "Es ist wahrscheinlich, dass diese Krankheit durch die Wechselwirkung verschiedener Faktoren verursacht wird. Infektionen sind dabei nur eines der beteiligten Elemente."

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Verwirrung um Kartellvorwürfe gegenüber Intel
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 08:50

Bundeskartellamt dementiert laufendes Verfahren

Bonn/Brüssel - Für Verwirrung hat heute, Montag, eine Meldung der Financial Times Deutschland gesorgt, die ein beginnendes Kartellverfahren gegen Intel http://www.intel.com in Deutschland ortet. Der US-Chipkonzern habe mittels Exklusivvertrag mit der Media-Saturn-Holding über Jahre massiv gegen das Kartellrecht verstoßen. Einige dem Bundeskartellamt http://www.bundeskartellamt.de vorliegende Dokumente würden beweisen, dass Intel Ausgleichszahlungen in Millionenhöhe durchgeführt habe, um ein auf Intel-PCs beschränktes Sortiment in Mediamärkten und Saturn-Filialen zu gewährleisten, so der Bericht.

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25 Prozent der Amerikaner haben keine Freunde
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 08:40

Partner und Internet spielen immer wichtigere Rolle

Eine aktuelle Studie der Duke Universität http://www.duke.edu und der Universität von Arizona http://www.arizona.edu belegt, dass jeder vierte Amerikaner niemanden kennt, mit dem er wichtige Themen und Probleme besprechen kann. Die Anzahl der Menschen, die sagen keine Freunde zu haben, hat sich damit seit 1985 verdoppelt. Im Schnitt haben die Amerikaner zwei Vertrauenspersonen. Im Jahr 1985 waren es noch drei. Die Studie zeigt jedoch, dass die US-Bürger in zunehmendem Maße ihre Partner ins Vertrauen ziehen. Auch das Internet spielt beim Pflegen von persönlichen Kontakten eine immer wichtigere Rolle. Die Studienergebnisse wurden nun im Fachblatt "American Sociological Review" http://www2.asanet.org/journals/asr/ veröffentlicht.

Der Trend der Vereinsamung der US-Bürger ist den Wissenschaftlern zufolge das Ergebnis der amerikanischen Lebensweise, die größtenteils im Büro und im Internet stattfindet. Die Menschen haben dadurch immer weniger Zeit für externe soziale Aktivitäten, die persönliche Beziehungen stärken könnten. Diese Entwicklung hat nicht nur persönliche Konsequenzen, aber wirkt sich darüber hinaus auch auf die Gesellschaft aus, berichtet die New York Times in ihrer heutigen Ausgabe. Enge persönliche Kontakte bedeuten nämlich auch ein Sicherheitsnetz. "Wenn Nachbarn einander nicht kennen, dann hat das ernsthafte Folgen für die Kriminalitätsrate", erläutert Soziologe Robert Putnam.

Die engsten Beziehungen sind heutzutage hauptsächlich Familienmitgliedern vorbehalten, vor allem dem Partner. "Das ist vermutlich eine Folge der Tatsache, dass die Lebensweisen von Männer und Frauen sich jetzt ähnlicher sind als im Jahr 1985", erklärt Forscherin Lynn Smith-Lovin. Es sei wahrscheinlicher, dass beide Partner außer Haus tätig sind und dass sie die gemeinsame Sorge für den Haushalt haben. "Somit haben die Eheleute mehr Gesprächsstoff", so Smith-Lovin. Dieser Optimismus muss jedoch einigermaßen relativiert werden, warnt die Forscherin: "Der Partner als einzige Vertrauensperson zu haben, bringt einen in einer extrem verletzbaren Position wenn der Partner stirbt oder die Ehe in die Brüche geht."

Auch bei der Begeisterung über die zunehmende Rolle, die das Internet bei persönlichen Kontakten spielt, sei einige Zurückhaltung geboten, meint Smith-Lovin. Einerseits trägt E-Mail tatsächlich zum Pflegen von sozialen Kontakten bei. Laut einer aktuellen Studie des US-Instituts Pew Research Center http://www.pewinternet.org teilen Familienmitglieder über Internet oft wichtige und seriöse Angelegenheiten miteinander. Auch ist es eine gute Methode, um die Kontakte mit weit weg wohnenden Familienmitgliedern und Freunden zu pflegen. E-Mail und SMS können Face-to-Face-Kontakt jedoch nicht ersetzen, warnen die Forscher. "Die richtig interessante Frage ist daher, wie wir das Internet anwenden können um unsere Offline-Beziehungen zu stärken und zu vertiefen", so Soziologe Putnam abschließend.

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Bakterienfund im brasilianischen Regenwald
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 08:10

Millionen bisher unbekannter Bakterien stabilisieren Ökosystem

Wissenschafter der Universität von Sao Paulo http://www.usp.br entdeckten, laut einer in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsmagazins Science veröffentlichte Studie, vermutlich 13 Millionen neue Bakterienarten. Bei Forschungen im brasilianischen Regenwald konnte deren Existenz anhand von analysiertem Blattmaterial nachgewiesen werden. Dieser Fund spielt nicht nur eine wichtige Rolle für die Stabilität des Ökosystems, sondern stellt auch eine neue Möglichkeit für die Produktentwicklung der Pharmazie-Industrie dar.

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The Guggenheim Collection
Geschrieben von W24 Redaktion am 04.07.2006 08:00

21. Juli 2006 bis 7. Januar 2007

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, und die Deutsche Telekom freuen sich, die bisher umfangreichste Ausstellung mit Werken aus der Sammlung der Solomon R. Guggenheim Foundation präsentieren zu dürfen.
Hiermit setzt die Bundeskunsthalle die erfolgreiche Reihe "Die großen Sammlungen" fort, in der Meisterwerke aus herausragenden Museen der Welt in Bonn gezeigt werden. In dieser Reihe waren bisher das Museum of Modern Art, New York (1992), Moderna Museet Stockholm (1996), die Staatliche Eremitage, St. Petersburg (1997), das Museo del Prado, Madrid (1999), oder das Nationalmuseum Tokio (2003) in Bonn zu Gast.
Um den Reichtum des Guggenheim Museum angemessen vorstellen zu können, werden auch die Erdgeschossräume des Kunstmuseums Bonn mit einbezogen. Dort wird unter dem Titel The Guggenheim: Contemporary Art der zeitgenössische Teil der Sammlung gezeigt. Die jüngeren Erwerbungen, darunter Auftragswerke für die Deutsche Guggenheim in Berlin, veranschaulichen das anhaltende Engagement des Museums für bahnbrechende aktuelle Werke so unterschiedlicher Künstler wie Kara Walker, Matthew Barney, Douglas Gordon oder Rachel Whiteread.
Mit einer Fläche von 6000 qm in der Kunst- und Ausstellungshalle sowie weiteren 1500 qm im Kunstmuseum Bonn wird die Sammlung der Guggenheim Foundation mit ihrer Geschichte, Qualität und Ambition als bahnbrechender, global wirksamer Kulturinstitution so umfassend und vielschichtig präsentiert, wie es bisher nie möglich gewesen ist.
Diese Ausstellung ist eine Kooperation zwischen der Solomon R. Guggenheim Foundation, New York, und der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn und wird ermöglicht durch die Deutsche Telekom.

The Guggenheim Collection
Gegründet 1937 in New York dank der Vision des Sammlers Solomon R. Guggenheim, ist das Guggenheim Museum heute mit fünf Häusern in New York, Venedig, Berlin, Bilbao und Las Veg

News & Schlagzeilen

Deutschland gewinnt gegen Portugal 3:1
Geschrieben von Zeitgeist am 09.07.2006 01:20
 - WM 2006

Mit einem tollen Spiel im "kleinen Finale" setzt die Truppe um Jürgen Klinsmann einen Meilenstein in der deutschen Fußballgeschichte.
Warum ein Meilenstein ? Ganz einfach: alleine schon, weil ich das hier schreibe !
Bis vor wenigen Wochen gehörte ich zu der seltenen Spezies der Fußball-Muffel. Aber gerade der totale Verriss und die massive Kritik an Jürgen Klinsmann und dessen neuen und unorthodoxen Trainingsmethoden machten die Sache interessant.
Diese Nationalmannschaft hat den Deutschen trotz des leider verlorenen Spiels gegen Italien heute wohl die größte Party der Nation beschert.
Diese Nationalmannschaft hat eine ganze Nation mit ihrem totalen Engagement begeistert.
Diese Nationalmannschaft ist wirklich eine Mannschaft, zusammengeschweißt von einem genialen Trainer (und natürlich seinem Co-Trainer).
Diese Nationalmannschaft hat es geschafft, ganz Deutschland einmal aus dem Jammertal herauszuholen.
Diese Nationalmannschaft ist dafür verantwortlich, dass man stolz auf sein Land sein kann, ohne gleich in die Nazi-Ecke gedrängt zu werden.
Diese Nationalmannschaft begeisterte so viele Menschen, dass Deutschland in ein wahres Fahnenmeer verwandelt wurde.
Diese Nationalmannschaft zeichnet sich ganz besonders durch ihre Fairness und die ihrer Fans aus. (Besser feiern, als pöbeln - toll)
Diese Nationalmannschaft hat uns gezeigt, dass fast nichts unmöglich ist.
Diese Nationalmannschaft hat es vielleicht geschafft, das ganze deutsche Volk in Aufbruchstimmung zu versetzen. Wir können viel bewegen.
Diese Nationalmannschaft hat uns ein neues Wir-Gefühl gegeben. Nicht ?Du bist Deutschland? sondern ?Wir sind Deutschland.?
Und nicht zuletzt hat diese Nationalmannschaft uns viele Wochen einen sensationell guten Fußball beschert.

Wir sagen DANKE

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Pauschalreisen
Geschrieben von W24 Redaktion am 07.07.2006 11:49

Jetzt gibt es sie wieder, die boshaften Bemerkungen über Pauschalurlauber. Gezischte Kommentare, wenn sich zum Ferienbeginn am Flughafenschalter Menschentrauben hinter dem Fähnchen eines Reiseveranstalters versammeln.

"Neckermänner" hießen sie in den 70er Jahren abschätzig, "Ballermänner" heißen sie heute. Dabei ist Pauschalurlaub keine Erfindung der Moderne. Thomas Cook, findiger Tourismus-Pionier, organisierte im Juli 1841 die erste Eisenbahnreise für 570 erlebnishungrige Engländer. Vor 165 Jahren gab es Schinkenbrote, Tee, Blasmusik - und Vorträge über die Übel des Rauchens und Trinkens. Heute würde das vielleicht Wellness heißen.

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Andere Länder, andere Sitten
Geschrieben von W24 Redaktion am 07.07.2006 11:45

Wenn der Taxifahrer hilfsbereit und der Service im Restaurant exzellent war, zeigen sich Urlauber gerne mit Trinkgeld erkenntlich. Doch was in einem Land dankbar angenommen wird, gilt andernorts vielleicht als Beleidigung. Ein Überblick:

Ägypten: Wie auch in Nordafrika sind Trinkgelder bei jeder Gelegenheit wichtig. Im Restaurant sind es 10 bis 15 Prozent. Im Taxi wird aufgerundet. Zimmermädchen, Gepäckträger und andere Dienstleister freuen sich über ein kleines Trinkgeld von bis zu einem Euro.

China und Japan: In China und Japan hat Trinkgeld keine Tradition und wird fernab internationaler Hotels oft als Beleidigung empfunden. In Chinas Touristenzentren nimmt das Servicepersonal gerne zehn Prozent, das Zimmermädchen zwei bis drei Yuan und der Reiseleiter einen Dollar. In Japan wird guter Service mit kleinen Geschenken oder einem bis zwei Dollar anerkannt.

Frankreich: Im Restaurant oder Café werden zehn bis 15 Prozent gegeben. "Le pourboire", wie der Franzose sagt, wird auf dem Tisch liegengelassen. Im Hotel ist der Obolus keine Pflicht. Der Taxifahrer erhält zehn Prozent.

Griechenland: Üblich sind im Restaurant rund zehn Prozent, in der Taverna maximal ein Euro. Dem Zimmermädchen sollte eine kleines Trinkgeld am Abreisetag persönlich übergeben werden. Im Taxi wird aufgerundet.

Großbritannien und Irland: In Restaurants gibt es einen "tip" von zehn bis 15 Prozent, in Irland maximal zehn Prozent. Ist auf der Rechnung bereits ein "service charge" aufgeführt, darf's weniger sein. Im Pub wird an der Bar kein Trinkgeld gegeben. Wer den Barkeeper belohnen möchte, bietet ihm einen Drink an. Für Kofferträger sollte der Gast ein Pfund locker machen und im Taxi aufrunden.

Italien: Trinkgeld ist in der Gastronomie unüblich. Oft taucht auf der Rechnung ein "coperto", eine Art Grundgebühr für das Gedeck und das Brot auf. Wer besonders zufrieden war, kann ein paar Münzen liegenlassen. In Espressobars gibt es dafür Tellerchen oder Sparschweine. Im Hotel erhält das Zimmermädchen fünf Euro pro Woche. Im Taxi ist aufrunden o.k.

Österreich: Im Restaurant und Taxi sind wie in Deutschland fünf bis zehn Prozent "Schmattes" oder "Schmatt" angebracht. Im Hotel erhält der Kofferträger einen Euro pro Gepäckstück, das Zimmermädchen einen bis zwei Euro pro Tag. Das Geld wird vor der Abreise direkt übergeben.

Portugal und Spanien: In der Gastronomie werden zehn bis 15 Prozent Trinkgeld liegen gelassen. Kleinstbeträge wie Zwei- oder Fünf-Cent-Stücke gelten als grob unhöflich. Im Taxi wird aufgerundet.

Thailand und Malaysia: Hier geht es schon sehr westlich zu. Im Restaurant sind zehn Prozent angebracht. Weniger als zehn Bath gelten als Beleidigung.

Türkei: In der Gastronomie sind zehn Prozent "Bakschisch" üblich, nichts geben ist unhöflich. Für kleine Gefälligkeiten sollte man eine Zigarette oder Ähnliches anbieten. Im Hotel verhält es sich wie in Deutschland. Im Taxi wird aufgerundet.

USA und Kanada: Der "tip" von 15 bis 20 Prozent ist im Restaurant und beim Pizzaservice ein Muss, da Bestandteil des Lohns. Der Kofferträger erhält einen kanadischen oder ein bis zwei US-Dollar pro Gepäck, das Zimmermädchen ein bis zwei Dollar pro Nacht. Im Taxi werden 15 Prozent gegeben.

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Minister empfiehlt Wechsel zu günstigen Stromanbietern
Geschrieben von W24 Redaktion am 07.07.2006 11:21

Verbraucher sollten steigende Strompreise nicht einfach hinnehmen, sondern zu günstigeren Anbietern wechseln. Dies empfehlen der baden-württembergische Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) und die Verbraucherzentrale des Landes, wie sie gemeinsam in Stuttgart mitteilten. Energieversorger würden künftig mit ihren Preiserhöhungen um so vorsichtiger, je mehr Kunden mit Abwanderung auf Aufschläge reagierten. Pfister und die Verbraucherschützer wiesen zudem darauf hin, dass viele Haushalte, die bisher mit einem Normaltarif versorgt werden, auch zu einem Sondertarif bei demselben Unternehmen wechseln können. Diese sind beispielsweise bei längerer Laufzeit deutlich günstiger. Es lohne sich , bei seinem Stromversorger nachzufragen.

Pfister und die Verbraucherzentrale wiesen überdies darauf hin, dass im Internet mit Hilfe so genannter Stromtarifrechner die Jahresstromkosten anhand des eigenen Verbrauchs errechnet werden und unterschiedliche Tarifangebote dann verglichen werden könnten. Individuell zugeschnittene Beratungsangebote gebe es auch bei den Verbraucherzentralen.

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Künftig neue Vergütungs-Regeln
Geschrieben von W24 Redaktion am 07.07.2006 11:18

Vom 01. Juli an kann mit dem Rechtsanwalt über dessen Vergütung verhandelt werden. Wie die Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK) in Berlin mitteilt, entfallen ab diesem Zeitpunkt bisher gesetzlich festgelegte Gebühren.

Dies gelte für den Bereich der außergerichtlichen Beratung. Wichtig ist demnach, bei einer Rechtsberatung frühzeitig darüber zu sprechen, was die Leistung kosten soll. Auf diese Weise wisse der Mandant gleich, auf was er sich einlässt.

Allerdings muss dem Anwalt erst einmal das Problem in Grundzügen erläutert werden, bevor über ein Honorar gesprochen wird. So kann der zu erwartende Aufwand abgeschätzt werden. Laut der BRAK sollte ein Mandant darum bitten, dass der Anwalt diese Zeit nicht in Rechnung stellt. Möglich sind zum Beispiel Einigungen über ein zeit- und aufwandsabhängiges Pauschalhonorar oder auch ein Zeithonorar, also eine Abrechnung nach Stunden. Alle Vereinbarungen sollten schriftlich festgehalten werden.

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Verbraucherschützer warnen: Großpackungen oft teurer
Geschrieben von W24 Redaktion am 07.07.2006 11:16

Großpackungen mit Lebensmitteln oder Gütern des täglichen Bedarfs sind entgegen landläufiger Meinung oft teurer als Kleinpackungen.

Das geht aus einem aktuellen Test der Verbraucherzentrale Hamburg hervor, wie die Zentrale am Donnerstag mitteilte. Im Mai und Juni 2006 hatten die Verbraucherschützer in Zusammenarbeit mit der "Stern TV"-Redaktion 55 Großpackungen in Hamburg und Köln unter die Lupe genommen. Wie schon bei einem Test im August 2005 zeigte sich, dass die Käufer mit den Großpackungen oftmals schlechter fahren.

Den Verbraucherschützern zufolge war etwa bei "Murnauers Totes Meer Q10 Anti-Falten Creme" die Großpackung um 227 Prozent teurer war als die kleine Packung. Die teuerste Großpackung im Lebensmittelbereich war demnach die Pralinenmischung "Merci Finest Selection", bei der die Großpackung 54 Prozent mehr kostete als die entsprechende Menge in der kleinere Packung.

Die Verbraucherschützer raten, die Grundpreisangaben am Regal zu vergleichen. Dort müsse der Preis für ein Kilogramm, 100 Gramm, einen Liter, 100 Milliliter oder pro Stück angegeben werden. Doch dieser Vergleich werden den Käufern oft erschwert. Oft seien gleiche Produkte unterschiedlicher Verpackungsgrößen an verschiedenen Orten im Supermarkt platziert oder die Grundpreisangaben kaum lesbar. "Für die Verbraucher hat sich nichts gebessert. Hersteller und Geschäfte machen noch immer Profit mit teuren Großpackungen", kritisierte Helgard Libera von der Verbraucherzentrale Hamburg.

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Mac-Betriebssystem operiert hinter dem Rücken der Anwender
Geschrieben von Hank am 06.07.2006 15:54
 + Apple

Nach Microsoft wird nun auch Apple mangelnde Transparenz vorgeworfen

Während die Kritik an Microsoft http://www.microsoft.com rund um die Einführung der Lizenzüberprüfung WGA weiterhin nicht verstummen will, ist nun auch Apple http://www.apple.com in die Kritik von Anwendern geraten. Anlass der Beschwerden ist das kürzlich erfolgte Update des Mac-OS-X-Betriebssystems auf die Versionsnummer 10.4.7. In dessen Umfang ist eine neue Dashboard-Funktion enthalten, die installierte Widgets mittels einer Verbindung zum Apple-Server verifiziert. Anwender kritisieren, dass der Vorgang ohne Wissen und Zustimmung der Anwender zum Teil mehrmals am Tag durchgeführt wird. Auch der genaue Inhalt der Übertragung bleibe ein Apple-Geheimnis, so die Kritik.

Entdeckt wurde der Vorgang durch Mac-User, die von der Applikation Little Snitch http://www.obdev.at/products/littlesnitch/index.html Gebrauch machen. Diese zeigt nämlich auf, wenn Programme sich im Hintergrund mit dem Internet verbinden, um computerspezifische Informationen weiterzuleiten. "In einer Zeit, in der von Konsumenten größeres Verantwortungsbewusstsein für die eigene Sicherheit in der vernetzten Welt eingefordert wird, sollten Apple und andere Unternehmen die Wände des 'digitalen Eigenheims' respektieren", meint Daniel Jakult, der mit seinem Blogeintrag http://www.red-sweater.com/blog/153/apple-phones-home-too den Stein mit ins Rollen gebracht hat.

Wie bei Microsofts WGA-Einführung richtet sich der Kernpunkt der Kritik in erster Linie nach der undurchsichtigen Vorgangsweise beider Unternehmen. "Die Motivationsgründe für Microsoft und Apple in den aktuellen Fällen sind sicherlich sehr unterschiedlich. Für Anwender wäre es allerdings wesentlich angenehmer, wenn sie im Vorhinein wüssten, was genau passiert und welche Informationen übertragen werden", meint Sicherheitsexperte Magnus Kalkuhl von Kaspersky Labs http://www.kaspersky.de auf Anfrage von pressetext. Kalkuhl erinnerte in diesem Zusammenhang an die Kritik, die sich Apple Anfang des Jahres mit iTunes eingefangen hatte. Damals war das Programm nach einem Update und ebenfalls ohne Zustimmung der Anwender plötzlich in der Lage, sich mit dem Apple-eigenen Music-Store in Verbindung zu setzen.

"Im Prinzip ist es nicht notwendig, dass Programme sich ständig mit dem Internet verbinden", meint Christian Starkjohann, einer der Geschäftsführer des Little-Snitch-Anbieters Objective Development http://www.obdev.at, im Gespräch mit pressetext. Eine derartige Funktion könne unter Umständen zwar durchaus sinnvoll sein. In diesem Fall müsse für Anwender aber klar ersichtlich sein, welche Informationen zu welchem Zweck und wohin übertragen werden, mahnt Starkjohann eine größere Transparenz bei derartigen Vorgängen ein.

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Chinas "Große Firewall" geknackt
Geschrieben von Hank am 06.07.2006 15:51
 + Sicherheitslücken

Britische Forscher zeigen, wie man die Zensur austrickst

Forscher der britischen University of Cambridge http://www.cam.ac.uk haben eine Arbeit veröffentlicht, in der sie Methoden aufzeigen, wie die strengen digitalen Zensurmaßnahmen der Volksrepublik China umgangen werden können. Im Rahmen ihrer Forschung haben sie aufgedeckt, dass die "Große Firewall", wie der chinesische Schutz gegen missliebige Netzinhalte von Zensurkritikern genannt wird, nicht aus Routern besteht, die an der Grenze zur chinesischen Internetwelt nur genehmes durchlassen. Vielmehr betätigen sich separat arbeitende Rechner als Wachhunde. Die Forschergruppe um Richard Clayton http://www.cl.cam.ac.uk/~rnc1 zeigt auch auf, wie sich diese austricksen lassen.

Das verzweigte Zensursystem überwacht die einzelnen http-Pakete von Webverbindungen und durchsucht sie nach Schlüsselwörtern. Wird ein verdächtiges Datenpaket identifiziert, so wird dieses nicht einfach geblockt, sondern beiden Seiten der Webverbindung vorgetäuscht, dass die Verbindung zu Ende sei. Dies geschieht durch sogenannte Reset-Flags, die sowohl an den chinesischen PC als auch an den Webserver im Ausland geschickt werden und signalisieren, dass der angesprochene Port geschlossen ist. Weitere Verbindungsversuche werden darauf nicht durchgeführt.

Um die Zensur nun zu umgehen, müssten beide Seiten die Reset-Flags lediglich ignorieren, meint Clayton. Simple Firewall-Regeln würden dazu ausreichen. Der chinesischen Zensur blieben dann zwar noch einige andere technische Maßnahmen, etwa das komplette Blockieren bestimmter Seiten, diese Methoden seinen jedoch mit ungemein mehr Aufwand in Pflege und Wartung verbunden und könnten nicht so flexibel angepasst werden, erklären die Forscher.

Clayton ist überzeugt, dass die gefundene Methode ein effektives Mittel ist, den chinesischen Bürgern mehr Freiheiten zu bringen und fordert daher von den Betriebssystemherstellern, die zur Manipulation der Firewall nötigen Funktionen direkt in ihre Systeme zu integrieren. Zusatzsoftware könnte das chinesische Regime verbieten, eingebettete Funktionalitäten müssten jedoch akzeptiert werden, glaubt der Forscher. Inwieweit sich die angesprochenen Unternehmen am Freiheitskampf beteiligen wollen, bleibt fraglich, zumal schon Größen der Internetindustrie in Erklärungsnotstand gekommen sind, wenn es um die Zusammenarbeit mit der chinesischen Regierung gegangen ist.

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Nach der Reform ist vor der Reform
Geschrieben von 78er Javix am 06.07.2006 08:00

Nun soll sie endlich klappen: die Grosse Gesundheitsreform. Doch statt zu sparen, will die Regierung die Versicherten noch mehr zahlen lassen. Dabei ist das deutsche System teuer und ineffizient. Lernen Sie die sieben größten Verschwender kennen.

Wahrscheinlich hat Stefan Schmid Recht, wenn er sagt, dass er nicht das ganze Gesundheitssystem retten kann. Doch ein nettes kleines Beispiel, wie die Krankenkassen Geld verplempern, kann er liefern. "Bei Toilettensitzerhöhungen", sagt der Jungunternehmer. Seit einem Jahr betreibt er in Dingolfing ein Sanitätshaus nach dem Supermarkt-Prinzip. Toilettensitzerhöhungen kosten bei ihm 39 Euro. "Es ist genau dieselbe, für die die AOK 78,80 Euro zahlt", sagt Schmid. Die Kasse rechnet, wie üblich, nach Standardsätzen ab. Der Duschhocker kostet bei ihm 76,10 Euro - die AOK zahlt 110,20 Euro. "Und ich verdien' schon nicht schlecht", sagt er. "Ich dachte nur immer, die Kassen müssen sparen!"

240 Milliarden Euro lassen sich die Deutschen ihre Gesundheit jährlich kosten, allein 146 Milliarden fließen als Beiträge in die gesetzlichen Krankenkassen. Nur in den USA und in der Schweiz wird pro Kopf mehr Geld dafür ausgegeben. Und: Es wird ständig teurer. Union und SPD verhandeln deshalb mal wieder über eine große Gesundheitsreform. Doch es steht zu befürchten, dass das Großprojekt zur bloßen Finanzreform verkümmert. Statt zu sparen, soll noch mehr Geld ins System kommen.

Muss das sein? Ja, wegen des technischen Fortschritts, sagen die Kassen. Wegen des Alterns der Bevölkerung, sagen die Politiker. Doch schaut man dem Ungeheuer in den Rachen, lassen sich noch andere Gründe für seine Gefräßigkeit finden. Das deutsche Gesundheitssystem ist sagenhaft ineffizient und lädt zur freimütigen Verschwendung ein.

Die Politik nennt das, was im Sumpf aus 17 Kassenärztlichen Vereinigungen (KV), 250 Krankenkassen, 120.000 niedergelassenen Ärzten und über 2000 Krankenhäusern sinnlos versickert, "Effizienzreserve". Das klingt vornehmer als "Verschwendung". Das Gesundheitsministerium geht von jährlich 20 bis 25 Milliarden Euro aus - etwa so viel, wie alle gesetzlichen Kassen für Arzneimittel ausgeben. Der Allgemeine Patientenverband schätzt die Verschwendung gar auf bis zu 40 Milliarden Euro. Michael Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft in Köln, findet darum schon die Grundannahme, das System sei unterfinanziert, falsch. "Richtig ist daran nur, dass die gesetzliche Krankenversicherung vor allem ein Ausgabenproblem hat."

1. Doktor-Spiele

21,6 Milliarden Euro gaben die Kassen 2005 für ärztliche Behandlung aus - 15 Prozent des Gesamtbudgets

Dr. Jung ist ein ganz normaler Arzt. Er untersucht und behandelt, er überweist und verordnet, er tut wie seine Kollegen alles, um möglichst eines zu sammeln: Punkte, für die ihm die KV sein Honorar überweist. Je mehr Punkte, desto größer das Stück vom Kuchen namens Budget. Wenn er ein bisschen trickst, hier ein bisschen mehr verschreibt, dort ein wenig mehr behandelt, bekommen die Kollegen weniger - und umgekehrt.

Wo ist das Problem?, fragen Dr. Jung und seine Kollegen, schließlich schadeten sie sich Dank betonierter Budgets nur gegenseitig, die Kassen zahlten nicht drauf. Doch das ist nur die halbe Wahrheit. "Bei uns unterliegen nur 61 Prozent aller Leistungen der Budgetierung", sagt Markus Braun von der AOK in Bayern. Die restlichen 39 Prozent - etwa ambulante Operationen oder Vorsorgeuntersuchungen - werden extra abgerechnet. Zudem bleibt es selten bei einer Behandlung. Durch Überweisungen an Spezialisten oder Kliniken, durch Labortests oder Rezepte, Krücken oder Krankentransporte entstehen jede Menge zusätzliche Ausgaben.

"Jede Praxis verursacht in der Regel viermal höhere Kosten, als sie selbst abrechnet", sagt der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach. Der Professor für Gesundheitsökonomie hält die Trennung von Krankenhäusern und niedergelassenen Ärzten für das Grundübel des Systems. "Wir leisten uns eine Doppelstruktur, die einfach zu teuer geworden ist." Den selbstständigen Radiologen und den im Krankenhaus. Den Internisten in der Praxis und den in der Klinik. Lauterbach ist überzeugt, dass man durch den Abbau der Fachärzte-Dopplung bis zu zehn Milliarden Euro sparen könnte.

Könnte! Doch die Ärzte verteidigen ihre Pfründen: Seit 1955, Adenauers Zeiten, sind die Praxisärzte vor der Klinik-Konkurrenz geschützt. Seither darf im Krankenhaus in der Regel nur behandelt werden, wer auch über Nacht bleibt. Seither basteln die freiberuflichen Ärzte an ihrer aufwendigen Parallelstruktur, die weltweit ihresgleichen sucht. Allein von 1991 bis 2004 stieg die Zahl der niedergelassenen Ärzte um fast ein Drittel. Zwar gibt es heute in einigen ländlichen Regionen zu wenig Ärzte, doch in den meisten der 395 Planungsbezirke gilt ein Niederlassungsstopp. So herrscht zum Beispiel in München eine teure Überversorgung. Es gibt dreimal so viele Anästhesisten, doppelt so viele Internisten wie benötigt. Und 40 Prozent über Satz sogar bei Hausärzten. Alle sammeln fleißig Punkte.

Ein Wunder, dass bei dieser Dichte jeder Arzt im Schnitt und nach Abzug aller Kosten im Westen 7000 Euro im Monat verdient, im Osten 6500 Euro - Privatpatienten nicht mitgerechnet. Im wissenschaftlichen Institut der AOK geht man davon aus, dass jede zweite ärztliche Leistung "angebotsinduziert" ist. Zu Deutsch: aufgeschwatzt. Kein Wunder, dass Umfragen unter Ärzten immer wieder zeigen: sich selbst würden die Dottores weit weniger verordnen.

Unsere Ärzte sind nach den US-Kollegen Weltmeister bei Herzkatheteruntersuchungen - trotzdem ist das Risiko, in Deutschland an einem Infarkt zu sterben, nicht geringer als anderswo. Unsere Ärzte sind nach den Japanern Weltmeister im Röntgen - und müssen sich doch fragen lassen, warum ihre schwedischen Kollegen mit halb so vielen Untersuchungen auch ganz gut im Bilde sind.

2. Technik-Tücken

In zehn Jahren hat sich die Zahl medizinischer Großgeräte verfünffacht

Was einst als Zukunft der Medizin galt, döst heute in Klinikkellern der Verschrottung entgegen: Robodoc. Anfang der 90er Jahre wurde der Chirurgenroboter, der half, künstliche Hüften einzusetzen, als Held im OP-Saal gepriesen. So ruhig, die Hand. So präzise, die Arbeit. Dann stellte sich heraus, dass der Held nicht nur Knochen aufbohrt, sondern auch Muskeln und Nerven zerfetzt. 2004 wurde Robodoc in den vorzeitigen Ruhestand versetzt. Bis dahin hatten ihn sich rund 90 Kliniken zum Stückpreis von einer halben Million Euro angeschafft. 45 Millionen Euro - verschwendet. Folgeschäden nicht mitgerechnet.

Derzeit heißt die Zukunft Protonen- und Schwerionentherapie. Bislang gibt es in ganz Europa keine einzige dieser Anlagen zur Krebsbehandlung. Doch allein in Deutschland sind an sechs Kliniken Protonentherapiezentren geplant. Die ersten sollen im Herbst in Betrieb gehen. Jedes Zentrum ist lang wie ein Fußballfeld, drei Stockwerke hoch - und kostet stolze 150 Millionen Euro. "Man muss sich fragen, ob es sinnvoll ist, gleich so in die Breite zu gehen, bevor überhaupt feststeht, ob die Methode einen Zusatznutzen bringt", sagt Rainer Hess, Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses, des obersten Gremiums der Selbstverwaltung im Gesundheitssystem.

Bewiesen ist die Überlegenheit der Protonenbehandlung nur für vier Tumorarten. Und die treten eher selten auf. Theoretisch bräuchten etwa 10 000 Patienten im Jahr so eine Therapie - für jeweils 15 000 bis 20 000 Euro. In den bislang geplanten sechs Anlagen können aber 24 000 Tumorpatienten behandelt werden. Die teils privaten Betreiber gehen dennoch davon aus, dass sich die Investition rentieren wird. Weil man noch immer genügend Patienten fand. Weil sich die Kassen des Drucks der Lobbyisten noch nie lange erwehren konnten.

Das Trällern der "Fortschritts-Arie" sei so wirksam, "dass bei jedem kleinen Hoffnungsschimmer in der medizinischen Forschung reflexartig gedacht wird: Das muss so schnell wie möglich ins System", kritisiert der Bremer Gesundheitsforscher Norbert Schmacke. Beispiel: Positronen-Emissions-Tomografie (PET). Gab es 1994 in Deutschland gerade 13 PET-Scanner, so sind es heute etwa 100 dieser bis zu 2,5 Millionen Euro teuren Apparate - die Briten begnügen sich mit sieben. Im selben Zeitraum hat sich die Zahl der Computer-Tomografie-Geräte verdoppelt. Und die der Kernspin-Tomografen vervierfacht. Laut Statistischem Bundesamt standen 2004 fünfmal so viele medizinische Großgeräte in deutschen Kliniken wie 1994. Wie viele die niedergelassenen Ärzte zusätzlich betreiben, weiß kein Mensch. Nicht einmal die Krankenkassen.

3. Klinik-Irrgarten

49 Milliarden Euro zahlten die Kassen 2005 für die Krankenhausbehandlung. Das waren 34 Prozent der Gesamtausgaben

Das Klinikum Berlin-Buch ist kein Krankenhaus, es besteht aus 167 Häusern. Dazwischen viel Grün und 100 Kilometer Straße, auf denen die Kliniktransporter pro Jahr 430000 Kilometer zurücklegen - also etwa elfmal um den Globus fahren. "Es ist unmöglich, so eine Klinik wirtschaftlich zu betreiben", sagt Henning Baberg, Assistent der Geschäftsführung. Darum hat das Land Berlin den Irrgarten an die private Helios-Gruppe verkauft. Darum baut Helios für 200 Millionen Euro eine neue Klinik auf dem Gelände und legt die alten Häuser still. Viele kommunale Krankenhäuser haben so viel Geld nicht, leiden aber an einer ähnlich wahnwitzigen Infrastruktur. Mal findet sich die Notaufnahme im hintersten Winkel, mal die Radiologie fernab vom OP-Saal. Unablässig sind Ärzte und Patienten unterwegs.

Noch immer liegen deutsche Patienten im Schnitt fast neun Tage im Krankenhaus, während die Franzosen mit sechs Tagen auskommen. Noch immer stehen fast 50000 Betten zu viel in deutschen Kliniken. Und eine Studie der Münchner Unternehmensberatung PMP zeigt, dass gravierende Organisationsfehler in den Kliniken zu dreißig Prozent überhöhten Personalausgaben führen. So arbeiteten 62 Prozent aller Häuser "zur falschen Zeit mit der falschen Personalmenge". Und drei Viertel aller Operationen und Klinikaufenthalte seien schlecht geplant.

4. Pillen-Wahn

25 Milliarden Euro gaben die Kassen 2005 für Arzneimittel aus. Das waren 17,7 Prozent der Beiträge

Neulich wurde Horst Seehofer gefragt, warum es in Deutschland im Gegensatz zu anderen Ländern keine Positivliste für Arzneimittel gebe. Schließlich hatte die Regierung schon 1993 versucht, eine solche Liste der wirksamen Medikamente einzuführen, und da war Horst Seehofer Gesundheitsminister. Der CSU-Mann lächelte verlegen und gab zu: "Weil die Industrie dagegen war."

Die Ausgaben für Medikamente steigen schier unaufhaltsam. "Zum Teil sind es wirklich Innovationen, die die Therapie verbessern", sagt Professor Ulrich Schwabe von der Universität Heidelberg, "doch ein Drittel des Kostenanstiegs ließe sich vermeiden." Der Pharmakologe gibt den "Arzneimittelverordnungsreport" heraus - darin rechnet er jährlich vor, wie viel man hätte sparen können, wenn die Ärzte nur vernünftiger verordneten. 2,9 Milliarden Euro waren es 2004, vier Milliarden Euro schätzt Schwabe für 2005.

In Deutschland sind etwa 3000 Wirkstoffe für knapp 9000 Arzneimittel zugelassen. Die Schweiz kommt mit einem Viertel weniger aus. Der Bremer Pharmakologe Peter Schönhöfer hält darum die große Mehrheit der Neuzulassungen für Scheininnovationen, die nicht besser seien als ihre Vorgänger, aber mit großem Aufwand in den Markt gedrückt würden. Für diesen Druck sorgen die 16000 Pharmareferenten der Hersteller bei 25 Millionen Praxisbesuchen im Jahr. Für Schönhöfer ist klar: "Der Erfolg eines Arzneimittels hängt nicht von der Qualität ab, sondern vom Marketingaufwand." Und das führe zur Überteuerung. So hält er die neuen Kunstinsuline für "größten Klamauk". Verglichen mit natürlichem Insulin seien sie in der Regel nicht besser, dafür aber rund 30 Prozent teurer. Im Mai kam mit "Exubera" gar das erste Insulin zum Inhalieren auf den Markt - auch das sei nicht besser, aber gleich dreimal so teuer.

Um den Wildwuchs wenigstens grob zu beschneiden, soll nun das "Institut für Wirtschaftlichkeit und Qualität im Gesundheitswesen" in Köln prüfen, ob ein neues Medikament Zusatznutzen verspricht und deshalb weiterhin von den Kassen bezahlt werden sollte. Im Fall von Exubera kam es jüngst zu dem Ergebnis: nein. Seitdem herrscht Krieg zwischen Hersteller und Institut (stern Nr. 25/2005: "Das Pharma-Duell").

5. Aktenzeichen XY

Betrug und Missbrauch bringen die Kasse jährlich um 8 bis 24 Milliarden Euro

Die Fahnder der Krankenkassen können viele haarsträubende Geschichten erzählen. Etwa die von dem Physiotherapeuten, der 12000 Euro Fahrtkosten abrechnet für die Behandlung von Senioren eines Heimes, in dem er selbst seine Praxis unterhält. Oder von Ärzten, die Vorsorgeuntersuchungen an Verstorbenen abrechnen. Oder von Ergotherapeuten, die Gruppensitzungen als Einzeltherapien in Rechnung stellen. Die Anti-Korruptions-Organisation Transparency International schätzt, dass dem deutschen Gesundheitswesen durch Betrug, Misswirtschaft und Bestechung jährlich acht bis 24 Milliarden Euro verloren gehen. Das Bundeskriminalamt geht davon aus, dass bis zu 95 Prozent aller Betrugsfälle im Gesundheitswesen nicht aufgedeckt werden.

Immerhin: Von Anfang 2004 bis Ende 2005 haben die Korruptionsbeauftragten der Kassen mehr als 270 Millionen Euro Schadensersatz wegen betrügerischer Abrechnungen geltend gemacht. Die Kontrolleure sind einiges gewöhnt. Doch das, was sich derzeit im Saarland offenbart, lässt selbst sie hyperventilieren.

Alles hatte ganz harmlos begonnen. Vor drei Jahren. Eine Ärztin wird beschuldigt, sie verschreibe gern teure Medikamente, die der Apotheker dann bei der Kasse abrechnet - obwohl kein einziges über die Theke geht. Den Gewinn teilen sich Ärztin, Apotheker und Patienten. 2787 dieser "Luftrezepte" im Wert von insgesamt 750000 Euro konnte man der Ärztin nachweisen, sie wurde zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt.

Inzwischen scheint es aber so, als wäre das halbe Saarland in ähnliche Fälle verwickelt: Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken ermittelt gegen mehr als 120 Ärzte und Apotheker sowie gegen rund 2000 vermeintliche Patienten, die ihre Versichertenkarten gegen "Leihgebühr" professionellen Kartenbeschaffern überlassen haben sollen. Stand Juni. "Und es tauchen ständig neue Verdächtige auf", sagt Oberstaatsanwalt Raimund Weyand.

Bei der jüngsten Razzia, im Morgengrauen des 10. Mai, beschlagnahmten 200 Polizisten in 44 Arztpraxen, Apotheken und Wohnungen Hunderte Kisten Beweismaterial. Mittlerweile ist der Materialberg so gewaltig, dass die Staatsanwaltschaft ein mehrstöckiges Haus als Lager anmieten musste. Dort fressen sich die 24-köpfige Ermittlungsgruppe "Rezept" und zehn Experten durch den Wust. "Wir werden noch Monate bis Jahre brauchen", klagt Oberstaatsanwalt Weyand.

6. Kassen-Luxus

Etwa 250 Krankenkassen geben jährlich 8 Milliarden Euro für Verwaltung aus - im Schnitt 160 Euro pro Mitglied

Es ist nicht so, als weigerten sich die Krankenkassen, auch bei sich selbst zu sparen. 60 Millionen Euro haben sie 2005 geschafft. Aber das waren nur 0,75 Prozent der gesamten Verwaltungskosten. Acht Milliarden Euro geben die etwa 250 Kassen jährlich dafür aus, das sind 5,5 Prozent ihres Gesamtbudgets von 146 Milliarden Euro. Davon werden nicht nur die 140000 Mitarbeiter entlohnt, sondern auch Hunderte von Vorständen, "die alle ziemlich gut bezahlt werden", wie Gesundheitsministerin Ulla Schmidt (SPD) kritisch bemerkte. Sie hat weitere Kassenfusionen angeregt. Der einfache Gedanke: je weniger Kassen, desto geringer die Verwaltungskosten. Doch einfache Gedanken sind dem Gesundheitswesen meist fremd. So schrumpfte seit 1992 zwar die Zahl der Krankenkassen um knapp 80 Prozent, doch im selben Zeitraum stiegen die Verwaltungskosten um die Hälfte.

7. Patienten-Dauergast

Im Schnitt geht jeder Deutsche 10-mal pro Jahr zum Arzt

Fragt man Dänen nach ihrer Gesundheit, antworten drei Viertel mit gut oder sehr gut. Von den Deutschen sagt das nicht mal jeder Zweite. Kein Wunder, dass sie doppelt so oft zum Arzt gehen wie die Dänen. "Ein völlig freier Zugang zum Arzt macht auch keinen Sinn, denn der findet immer was", sagt der Gesundheitsökonom Peter Oberender. Er schlägt vor, eine Praxisgebühr pro Arztbesuch einzuführen.

Und wenn die Behandlung von Raucherkrankheiten tatsächlich Milliarden von Euro jedes Jahr kostet, müssten Raucher dann nicht höhere Beiträge zahlen? Oder Bewegungsmuffel? Oder Extremsportler? Wolfgang Böhmer, früher Frauenarzt, heute Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, findet: &quo